Abs. Berlin, den 14.03.2008
Dr. Guido Westerwelle
FDP-Bundestagsfraktion
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Betrifft: Mobbinghandlung gegen Frau Metzger?
Sehr geehrter Herr Guido Westerwelle,
Sie haben gegenüber der der Neuen Presse, erscheint in Hannover, erklärt, „dieses Mobbing gegenüber Frau Metzger“ – SPD-Landtagsabgeordnete in Hessen – „ist geradezu verfassungswidrig“ Jede Mobbingattacke gegen einen Menschen in unserem Land verstößt gegen das Grundgesetz, Herr Westerwelle. Oder wollen Sie uns damit sagen, dass nur Mobbing gegen Frau Metzger, also Politikerinnen und Politiker „verfassungswidrig“ ist?
Im Artikel 1 unseres Grundgesetzes wird doch die Würde eines Menschen geschützt, sowie dann in den weiteren Artikeln die Gesundheit des Menschen, die freie Berufswahl, das Petitionsrecht, Koalitionsrecht usw. Nur wenn gemobbt wird, haben die Opfer plötzlich keinen Anspruch mehr auf diese Rechte.
Außer, das Opfer kommt aus einem der Wellneesbereiche der Gesellschaft, also ist zum Beispiel Parlamentarier mit Pensionsanspruch und wird nie von Hartz IV und Verleiharbeit bedroht, nur dann soll Mobbing verfassungswidrig sein?
Und im Falle der beiden Damen in Hessen fragt man sich einmal, ist das Mobbing oder das alte Intrigenspiel der Politik, das kennen wir ja nun nur zur genüge, wenn man sich nicht mehr um Bürgerinteressen kümmert, sondern Machtspielchen veranstaltet. Hat nun Frau M. ihre Vorsitzende Frau Y, gemobbt? Oder hat die Partei der beiden Damen Frau M. gemobbt, oder hat die Fraktion Frau M. oder umgekehrt gemobbt?
Vor einem deutschen Arbeitsgericht würde das ganz einfach ablaufen, Frau M. bekommt einen Anwalt der nur eine gütliche Einigung will, denn dann verdient er viel Geld, er darf sogar eine Leistung abrechnen, die er nie wahrgenommen hat, nämlich den ersten Gerichtstermin. Der Richter macht dann Frau M. schnell klar, was Sache ist, entweder sie nimmt die Abfindung, die ihr angeboten wird an, oder sie bekommt nichts. Dann darf Frau M. sich ein Jahr mit ALG 1 vergnügen und anschließend wird sie dann über Hartz IV entsorgt. Das heißt, Frau M. darf dann über eine Verleihfirma Tätigkeiten ausführen, für die ihre Kolleginnen fast das Doppelte bekommen, so was nennen wir in Deutschland „Gleichheit“ vor dem Gesetz. Frau M. ihre Verleihfirma muss ja auch Gewinne machen und beansprucht dann gleich mal 40 bis 50 % des Bruttolohnes.
Und verleihen darf man eigentlich nach dem Gesetz auch nur Gegenstände oder Sachgüter, doch was sind schon Mobbingopfer? So und ähnlich bearbeiten wir Jahr für Jahr hunderttausende von Mobbingopfer, wenn Sie nicht schon freiwillig in Sonderprogrammen der Psychotherapie oder Frühverrentung sich haben entsorgen lassen. Ganz einfach und ohne viel Aufsehens um Menschenrechte.
Bei Frau Metzger fordern sie laut dem Presseartikel das Recht ein, denn >>
jeder Abgeordnete sei frei gewählt,....nicht (einer) Parteizentrale verpflichtet << und deshalb hoffen Sie sehr, >> dass sich die Parlamentspräsidenten mit ihrer ganzen Autorität in dieser Frage rasch und deutlich zu Wort melden. <<
Ja, das hoffen wir auch von der FDP und Ihnen, dass Sie sich für klare, strafrechtliche Maßnahmen gegen Mobbing einsetzen, Petitionen (Anlage 1) die dies einfordern in den Ausschüssen nicht blockieren und das Gewissen aller Menschen achten, gerade wenn man die verheerende Wirkung der siamesischen Zwillinge kennt.
Dort nämlich, wo gemobbt wird, läuft im Hintergrund, wenn auch oft für die Opfer schwer vor Gericht nachweisbar Korruption ab. Können sie es aber mal nachweisen, dann missachten gerade Arbeitsrichter eine klare und eindeutige Beweisaufnahme und die Opfer werden mit einem Zerrüttungsprinzip erneut schikaniert. Und das zeigt uns die fatale Wirkung unserer Rechtsordnung, denn die Täter können mobben und sich bereichern, die Opfer können sich ja fast kaum wehren, auf welches Antimobbing- oder Antikorruptionsgesetz können sie denn zurückgreifen?
Und wenn man dann noch die neuesten Studien zu Mobbing liest, dann versteht man die Politiker eigentlich gar nicht mehr. Denn Jahr für Jahr werden 3 – 5 Millionen Menschen in Deutschland gemobbt, ob in den Behörden oder Unternehmen. 3000 – 5000 Menschen ertragen diesen schmutzigen Krieg an und um den Arbeitsplatz pro Jahr nicht länger und wählen den Freitod. Für die anderen Opfer, die teilweise jahrelang krank sind oder wegen Arbeitsunfähigkeit in Frührente gehen, muss die Solidargemeinschaft rund 100 Milliarden Kosten jährlichen übernehmen. Ob es die Krankenkassen sind oder unsere Rentenversicherung, Kosten die Täter verursachen, aber eben nicht den Schaden bezahlen müssen (Regressanspruch fehlt gänzlich). Und dann wundern sich alle über die gigantischen Kosten im Gesundheitswesen (Krankenverwaltungswesen wäre ehrlicher bei Mobbingfällen) und Löcher in der Rentenkasse oder über unsere Staatsverschuldung von etwa 1,5 Billionen Euro.
Hätten wir eine Antimobbingsgesetzgebung wie England, Schweden, Frankreich oder Spanien, könnten wir seit 2000 alleine Jahr für Jahr die Staatsverschuldung pro Jahr ohne Steuererhöhung und sonstige Belastungen um 100 Milliarden Euro abbezahlen und wir wären 2015 schuldenfrei und könnten Steuern senken und Renten, Kindergeld und Ausbildungsförderungsprogrammzuschüsse erhöhen. Von der positiven Wirkung auf die Lohnnebenkosten möchte ich erstmal gar nichts erwähnen (Synergieeffekte).
Doch was machen unsere Politiker, sie schauen Weg, beschäftigen sich mit ihren Diäten und Steuererhöhungsprogrammen oder dem „Zickenkrieg“ zweier Frauen in einem Bundesland.
Machen Sie doch mal bitte einen großen Antimobbingkongress über ihre FDP eigene Friedrich-Naumann-Stiftung zu Thema Mobbing in Deutschland 2008 unter den Gesichtspunkten: Kosten, Opfer, Täter und Justiz. Sie erhalten am Schluss dieser Veranstaltung, die wir (WIR –www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de und Mobbing-Gegner.de, sowie weitere Opfer) gerne für Sie mitorganisieren, einen Einblick, der sie schaudern lässt aber auch gleichzeitig so viele Handlungspunke, dass sie ohne Probleme Mobbing in Deutschland per Gesetz verbieten können. Und sie entlasten Unternehmen von den hohen Lohnnebenkosten, das Gesundheitswesen benötigt etwa 30 % weniger Einnahmen und Opfer erhalten ihre Würde wieder und ihre Gesundheit wird geschützt.
Denn eine Mobbingopfer Weisheit sagt: Der Mensch hat nur eine Gesundheit, jedoch sehr, sehr oft die Möglichkeit seine Stimme an der Wahlurne abzugeben.
Montag, 27. Oktober 2008
Die aktuelle Antimobbingrundschau 22
Inhaltsverzeichnis:
1. Erklärung
2. ..danach war Schicht im Schacht
3. Milan, Mobbing-Opfer von VW
4. Nochmals der Buchtipp
1. Erklärung in eigener Sache
Leider gab es bei der Versendung der letzten Ausgabe Probleme, teilweise wurden die Mailanschriften doppelt in die Anschriftenliste kopiert. WIR haben daraufhin einfach nach dem 10. Versuch die Versendung eingestellt, denn sonst hätten einige Empfänger 20 Mal die gleiche Mail erhalten. Alle Ausgaben sind auf der Internetseite www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de in einem eigenen Blog archiviert und können dort abgerufen werden.
2. Mobbing-Opfer sind vielfach ein Leben lang ausgegrenzt oder „danach war Schicht im Schacht“
Auch wenn es die Politiker in ihren Wellness- und Freizeitanlagen, den so genannten Parlamenten nicht wahr haben wollen, Mobbing-Opfer sind oft einen Arbeitsleben lang aus den normalen Berufsleben ausgegrenzt. Insbesondere ist dies dann der Fall, wenn sich die Opfer gegen die Schikane und Ausgrenzungsmaßnahmen öffentlich und unter Nennung ihres Namens gewehrt haben. Ob sie sich nun an die Presse oder die Rundfunkanstalten gewandt haben, oder eben heutzutage im Internet aktiv werden.
Dies ist im Fall von Hardy Riedel eine Tatsache, der seinen gesamten Mobbingvorgang im Internet unter http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/index.php?id=315 ins Net gestellt hat, oder etwa Detlev Lengsfeld mit seiner bemerkenswerten Seite des http://www.mobbing-gegner.de/. Fälle die uns alle seit Jahren bekannt sind und für die Betroffenen und ihre Familien eine Existenz vernichtende Form angenommen haben, die sich auch in dem Fall Milan Petrovic wieder finden, der in dieser Ausgabe besonders behandelt werden soll, denn es stehen wichtige Termine an.
Gravierend ist auch der Mobbingfall Rainer Beutler von VW, der nun bald über 10 oder 12 Jahre ihm und seiner Familie keine Ruhe lässt. Nur der Staatsanwalt, der eigentlich zur Ermittlung nach der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflicht ist, hat sich aus dem Staub gemacht, in dem einfach nun die Akten der Beweisführung verloren gegangen sein sollen. Ein Vorgang der im Falle von Korruption und Mobbing immer häufiger auftritt, so als gäbe es eine besondere Form der Alterskrankheiten für Beamte in diesem Bereich, den so genannten Juristenalzheimer.
Und nimmt man den Fall von Quetsche2000, der vor etwa 25 Jahren sich gegen Mobbing und Schikane am Arbeitplatz gewehrt hat und schon damals an die Presse sich wendete und daraufhin nie wieder in seinem damaligen Beruf Tritt fassen konnte, kann es einem nur noch Übel werden. Deutschland ist und bleibt das Land Nummer Eins, wenn es um Menschenrechtsverletzungen, Verbot der freien Meinungsäußerung und Schutz der Täter von Mobbing durch fehlende Gesetzregelungen geht.
Von daher wäre eine Langzeitstudie schon längst fällig, gerade im Lande der großen Wissenschaftler wie Einstein, Habermas, Nitsche, Hegel, Marx, Leibnitz, Weber, Horkheimer, Bloch, Leymann und und und. Doch weit gefehlt, es wird der ganze Dreck des Mobs einfach unter den Teppich gekehrt und auf Politparkinson gemacht, insbesondere von den Politikern die in der Zwischenzeit eigentlich schon als Ursache für Mobbing genannt werden können. Dies hat auch Leymann zu spüren bekommen, der in den 90er Jahren seinen Kampf für die Opfer von Mobbing durch Krebs wohl verloren hat, was viele vermuten, auch wenn die Genetiker diesen Zusammenhang immer wieder bestreiten wollen. Doch auch sie werden wie die Anhänger der Elitentheorie, wonach es Menschen gibt, die von Geburt durch Gott oder die Evolution an besonders ausgewählt worden seien, an der Wahrheit zerbrechen. Bei der Elitetheorie war es die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes, die die Wahrheit ans Licht brachte, es gibt kein Elitegen, um es verkürzt zu formulieren.
Doch eine Langzeitstudie zu Mobbingopfern wird uns genauso verwehrt bleiben wie die klaren Normen in der Rechtssprechung und unabhängige Arbeitsgerichte. Hier ist Deutschland auch die Nummer Eins, eben im Versagen.
Nun zurück zum Fall von Quetsche 2000, der uns folgendes mitteilt und klar macht, das sogar die Lage für Mobbingopfer sogar in den letzten Jahren noch grotesker geworden ist, denn selbst mit dem Gnadenbrot Abfindung hat man durch die Besteuerung den Opfern eine zusätzliche Demütigung aufgebürdet. Denn jetzt finanzieren die Opfer sogar noch die Täter und die versagenden Behörden mit, was wohl in Europa einmalig sein dürfte.
Quetsche beschreibt seinen Fall so:
>> Ja, ich habe meine Ausbildung zum Stahlformenbauer 1972 begonnen und 1976 erfolgreich beendet.
Seinerzeit hatte der Lehrlingssprecher ein enormes Gewicht im Betrieb, als wir einen Ausbilder hatten, der zuvor bei der Bundeswehr gewesen ist, als Zeitsoldat.
Total durchgeknallt, meinte dieser Ausbilder, er könnte die Lehrlinge allesamt psychisch terrorisieren. Nach fast 2 Jahren Terror-Lehrzeit wurde der Mann dann in eine andere Abteilung versetzt, und wir hatten unsere Ruhe.
Heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor Ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.
Ich selber habe das 1988 erlebt, als ich Mobbing und Gesundheitsgefährdende Missstände gemeldet hatte. Wenige Monate (später) wurde ich fristlos gefeuert, schaltete die Presse ein, ging vor das Arbeitsgericht usw. Zwar bekam ich damals eine saftige Abfindung mit allem Drum und Dran, und die Presse berichtete groß darüber, aber danach war Schicht im Schacht.
Kein Arbeitgeber wollte mich mehr haben.
So sieht die traurige Realität in der Scheindemokratie Deutschland aus.
Von daher wundert mich nicht, dass sehr viele Menschen eingeschüchtert sind, weil sie Angst vor dem sozialen Fall haben. Damit verbunden wäre dann auch noch die Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Deutschland ist ein Saustaat!!!
Quetsche2000
https://www.forum.fr-online.de/forum/<<
Und wenn man die Antwort der Vorsitzenden des Wellness- und Freizeitparks Bundestagspetitionsausschusses und Mitglied der Linken mit einem Fraktionsvorsitzenden namens Gysi dem Schaumschläger auf die Petition 4-16-11-803-018482 liest, da sieht man dann nicht Pferde vor der Apotheke abkotzen, sondern ganze Rudel von Langhalsdinosaurier. Auszug aus der Petition: „Obwohl einige europäische Staaten – beispielsweise Frankreich oder Schweden – Mobbing-Schutzgesetze als probates Mittel ansehen, erachtet der Ausschuss ein spezielles Anti-Mobbing-Gesetz nicht für sinnvoll.“ Genau meine Damen und Herren aus dem Freizeit- und Wellnesspark Bundestag, das ist eben der Unterschied, weshalb das Dritte Reich und die Mauer in Deutschland zustande kamen und neben nicht in Frankreich oder Schweden, denn diese Demokraten haben verstanden, egal ob nun rechts oder links, wann der Spaß aufhört und der Schutz der Würde des Menschen beginnt.
3. Milan Petrovic kämpft um seine und die Existenz seiner Familie.
Schon über vier Jahre dauert der grausame Kampf von Milan gegen die geballte Macht eines Konzerns namens VW. Erinnert seit hier nur nochmals am Rande an die anderen Mobbing-Opfer von VW. Auf der Internetseite von WIR http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com, der Plattform für alle Bürgerrechtler und –initiativen haben wir die letzten Mails von Milan veröffentlicht und möchten daher nur noch mit Auszügen die Grausamkeit darstellen, mit der ein Opfer sich auch nach Jahren noch herum schlagen muss. In Milans Worten lautet das so, „nach fast 4 Jahren bin ich an einem Punkt angelangt, wo mir die Energie fehlt, weiter zu kämpfen und auch so weiter zu leben. Wo es mir schwer fällt, auch nur einen normalen Gedanken zu haben. Wo es mir schwer fällt, nachts durchzuschlafen. Wo es mir schwer fällt die normalenDinge des Alltages zu erledigen. Wo es mir unmöglich ist Lebensfreude zu empfinden. Wo ich zunehmend an Angstattacken leide.“ http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/index.php?id=205
Und welch kriminelle Folgen Mobbing für eine ganze Familie haben kann zeigen folgende Worte von Milan, in denen er offen den Zustand seiner Familie im Jahre 2008, also vier Jahre nach den Mobbing-Attacken beschreibt. „Wir (meine Frau und ich) sind z. Z. aufs äußerste nervlich angespannt. Das generiert fast jeden Tag Streitigkeiten und Vorwürfe meiner Frau mir gegenüber. Meiner Frau ist nicht klar, in welch tiefem Grade ich mich in einer Depression befinde. Sie kann damit nicht umgehen. Ich kann ihr aber auch nicht zeigen, wie down ich bin, weil ich glaube, sie würde dann ebenfalls zusammenbrechen. Meine Tochter, wohnt nicht mehr bei uns, und wir halten sie aus allem raus und möchten sie damit nicht belasten. Sie ahnt nicht im Geringsten, wie es um uns bestellt ist.“
Wenn man dann das treiben der Politiker in den Wellness- und Freizeitparks, also den Parlamenten sich ansieht, versteht man langsam warum Deutschland sich hartnäckig weigert, Mobbing mit den Mitteln zu bekämpfen, die es verdient, nämlich mit den Regelungen im Strafgesetzbuch. Denn gerade die Fälle von Mobbing offenbaren in aller Deutlichkeit, wie Politik indirekt und direkt mit Mobbing operiert, schließlich ist der Ministerpräsident von Niedersachen im Aufsichtsrat des global tätigen Konzerns VW. Doch was macht dieser Herr, der stolz darauf ist, dass seine Koalition nur 30 % der Wahlberechtigten Bürger gewählt haben, eigentlich als Christ gegen Mobbing. Klar, wie alle Politiker Nichts oder er übt auch im Notfall schon mal sein Rechts als Aufsichtsratsmitglied, aber eben nicht bei Mobbing, egal wie oft im die Opfer schreiben oder Milan es getan hat in den letzten vier Jahren. Feine Demokraten haben wir hier im Land.
Nun hat sich aber auch schon die bekannte Mobbing-Beraterin Ricarda Margit Rolf ganz konkret sich um die Mobbing-Fälle bei VV gekümmert und ist auch intensiv mit dem Fall Milan beschäftigt. Sogar der bekannte Hr. Ferdinand Piech wurde mit Details in einem konkreten Mobbing-fall auf der letzten Hauptversammlung konfrontiert. Doch wie immer bei den Herren aus der Wirtschaft, entdecken sie plötzlich die Vorliebe die schon Staatsanwälte und Politiker ständig anführen, sie können sich nicht erinnern, also quasi das schon bekannte Symptom „Juristenalzheimer“.
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht Ricarda Rolf ihre Beitrag zur „Hauptversammlung 2008. (Hier) wurde Piech mit Details eines Mobbing-Falles konfrontiert. Es ging um einen an Dr. Ferdinand Piech - persönlich - gerichteten Brief und seine Folgen. Piech konnte sich nicht erinnern! Er beantwortete daher auch meine Fragen nicht. Daher gab ich meinen Widerspruch beim Notar zu Protokoll, wie übrigens auch viele andere Aktionäre, deren Fragen Piech nicht beantwortet hat.“ Und Sie hat darüber hinaus ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen die sich unter http://www.mobbing-zentrale.com/news.php finden.
Es bleibt zu hoffen, dass sich nun nicht nur Hr. Fuchs bei Milan melden:
„De: Fuchs, Volker (K-GL-S)
[mailto:volker.fuchs@volkswagen.de]
Enviado el: Dienstag, 15. April 2008 10:43
Para: milanpetrovicCC:
Fabian, Frank, Dr. (K-GL-S)Asunto:
AW: erneuter Vorschlag zur Einigung
Sehr geehrter Herr Petrovic,
bezugnehmend auf Ihr Mail vom 12.04.2008 (erneuter Vorschlag zur Einigung) bleibt es bei unserer Mitteilung aus dem Mail vom 30.01.2008, wonach keine rechtliche Verpflichtung für eine weitere Einigung besteht. Das Verfahren ist durch den gerichtlichen Abfindungsvergleich vom 14.03.2006 abgeschlossen. Im Vergleich ist ausdrücklich festgeschrieben, dass aus dem Arbeitsverhältnis keine weiteren wechselseitigen finanziellen Ansprüche mehr bestehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir über die, im Rahmen dieses Vergleiches gewährte Abfindungssumme hinaus keine weiteren Zahlungen leisten können. Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass Sie auch nach Ihrem Ausscheiden aus der VW AG Leistungen von uns erhalten haben. So wurde Ihnen auf unserer Veranlassung über PWC Barcelona Unterstützung bei der Steuerveranlagung gewährt. Ferner wurden Ihnen zustehende Leistungen aus der U-Kasse und Zuschüsse zum Krankengeld gewährt. Sollte darüber hinaus für weitere Zeiträume Krankengeld gewährt werden, werden wir die Zuschusszahlungen leisten, soweit die sonstigen Anspruchsvoraussetzungen vorliegen.“
Eindeutiger kann wohl ein Eingeständnis nicht sein, wenn es um ein Mobbing-Opfer geht. Und man erkennt sofort die fatale Rechtslage der so genannten Vergleichsphilosophie der deutschen Arbeitsrechtssprechung. Hier kaufen sich die Täter ohne Skrupel und Moral von ihrer Verantwortung frei, unterstützt wird dies durch eine desolate Gesetzgebung und schon können die Täter sich das nächste Opfer schnappen. Ein wahrer Nährboden für Mobber, der sich da über Jahrzehnte in der Arbeitsgesetzgebung verankert hat.
Und wenn man dann noch die Bemühungen von Ricard Rolf beachtet, die sich an die Hauptversammlung gewandt hat, um endlich Opfern ihr Recht zukommen zu lassen, fragt man sich eigentlich, was machen denn die Betriebsräte und ihre so geliebte Gewerkschaft. Denn es soll ja so was wie Mitbestimmungsrechte und –organe, sowie ein Betriebsverfassungsgesetz geben. Ehrlich gesagt in den Worten von Quetsche 2000, „heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor Ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.“ Und bei VW war es ein Herr Peter Hartz, der wusste wie man die Jungs vom Betriebsrat und der Gewerkschaft zufrieden stellt. Erinnert sich noch jemand daran oder gar an die Namen?
Nur Milan kann einfach nicht mehr zurück finden in ein Leben, das er in Würde hatte, bevor der Mob ihn zum Opfer erkoren hatte. Und so dreht sich das Rad immer schneller, nicht nur für Milan, sondern für alle Opfer in Deutschland, die dem Mob zum Fraß vorgeworfen wurden. 3000 Menschen beenden freiwillig ihr Leben um dem Wahnsinn Mobbing zu entgehen, die Versuche wurden schon statistisch gar nicht erfasst und bei ca. 3 bis 5,7 Millionen kann man nur ahnen, welche Dimension diese permanente Strategie der Menschenrechtsverletzungen durch die Täter Jahr für Jahr angerichtet werden.
Von daher ist der von Ricarda Rolf und Milan beschrittene Weg über die Hauptversammlung ein wichtiger Baustein, wie sich gerade Mobbing-Opfer von Aktiengesellschaften zusätzlich wehren können, die AMR wird dazu in der Nummer 23 Lösungswege aufzeichnen und mit helfen, dass diese Möglichkeit bekannt wird.
4. Nochmals der Buchtipp
In der Zeit meiner Krankheit habe ich wieder die Gedichte entdeckt, Kurt Tucholsky und einen unbekannten Autor von heute, Harald Bulling mit seinem Gedichtband, Meine Zeit, erschienen im Hofhaus Verlag Berlin, ISBN 3-00-015851-0, in der Reihe „Gedichte Heute“.
In unserer schnelllebigen Zeit, in der Alles in SMS-Zeit und Klickmentalität stattfinden muss, sind Gedichte wieder das mittel um die Kurzzeitmenschen zur Besinnlichkeit anzuhalten.
Aus dem Vorstellungstext des Gedichtbandes und des Autors ein kurzer Auszug:
„ 2003 war ein heißes Jahr, das unser Leben alle stark beeinflusst hat.....(so der) Irakkrieg, seine Vorbereitung und schließlich der Verlauf...werden kritisch beleuchtet“.
Mal gespannt, ob mein Brief an den Autor fruchtet und wird bald Gedichte zum Thema Mobbing in den Händen halten können.
hg
Wichtige Links für Selbstständige und Kleinunternehmen:
Joblinks
Die besten und kreativsten Links des Jahres 2008:
http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/
https://www.forum.fr-online.de/forum
http://www.mobbing-gegner.de/
http://bakischule.blog.de/
http://www.korrupte-justiz.com/oberjustizkasse.htm
1. Erklärung
2. ..danach war Schicht im Schacht
3. Milan, Mobbing-Opfer von VW
4. Nochmals der Buchtipp
1. Erklärung in eigener Sache
Leider gab es bei der Versendung der letzten Ausgabe Probleme, teilweise wurden die Mailanschriften doppelt in die Anschriftenliste kopiert. WIR haben daraufhin einfach nach dem 10. Versuch die Versendung eingestellt, denn sonst hätten einige Empfänger 20 Mal die gleiche Mail erhalten. Alle Ausgaben sind auf der Internetseite www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de in einem eigenen Blog archiviert und können dort abgerufen werden.
2. Mobbing-Opfer sind vielfach ein Leben lang ausgegrenzt oder „danach war Schicht im Schacht“
Auch wenn es die Politiker in ihren Wellness- und Freizeitanlagen, den so genannten Parlamenten nicht wahr haben wollen, Mobbing-Opfer sind oft einen Arbeitsleben lang aus den normalen Berufsleben ausgegrenzt. Insbesondere ist dies dann der Fall, wenn sich die Opfer gegen die Schikane und Ausgrenzungsmaßnahmen öffentlich und unter Nennung ihres Namens gewehrt haben. Ob sie sich nun an die Presse oder die Rundfunkanstalten gewandt haben, oder eben heutzutage im Internet aktiv werden.
Dies ist im Fall von Hardy Riedel eine Tatsache, der seinen gesamten Mobbingvorgang im Internet unter http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/index.php?id=315 ins Net gestellt hat, oder etwa Detlev Lengsfeld mit seiner bemerkenswerten Seite des http://www.mobbing-gegner.de/. Fälle die uns alle seit Jahren bekannt sind und für die Betroffenen und ihre Familien eine Existenz vernichtende Form angenommen haben, die sich auch in dem Fall Milan Petrovic wieder finden, der in dieser Ausgabe besonders behandelt werden soll, denn es stehen wichtige Termine an.
Gravierend ist auch der Mobbingfall Rainer Beutler von VW, der nun bald über 10 oder 12 Jahre ihm und seiner Familie keine Ruhe lässt. Nur der Staatsanwalt, der eigentlich zur Ermittlung nach der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflicht ist, hat sich aus dem Staub gemacht, in dem einfach nun die Akten der Beweisführung verloren gegangen sein sollen. Ein Vorgang der im Falle von Korruption und Mobbing immer häufiger auftritt, so als gäbe es eine besondere Form der Alterskrankheiten für Beamte in diesem Bereich, den so genannten Juristenalzheimer.
Und nimmt man den Fall von Quetsche2000, der vor etwa 25 Jahren sich gegen Mobbing und Schikane am Arbeitplatz gewehrt hat und schon damals an die Presse sich wendete und daraufhin nie wieder in seinem damaligen Beruf Tritt fassen konnte, kann es einem nur noch Übel werden. Deutschland ist und bleibt das Land Nummer Eins, wenn es um Menschenrechtsverletzungen, Verbot der freien Meinungsäußerung und Schutz der Täter von Mobbing durch fehlende Gesetzregelungen geht.
Von daher wäre eine Langzeitstudie schon längst fällig, gerade im Lande der großen Wissenschaftler wie Einstein, Habermas, Nitsche, Hegel, Marx, Leibnitz, Weber, Horkheimer, Bloch, Leymann und und und. Doch weit gefehlt, es wird der ganze Dreck des Mobs einfach unter den Teppich gekehrt und auf Politparkinson gemacht, insbesondere von den Politikern die in der Zwischenzeit eigentlich schon als Ursache für Mobbing genannt werden können. Dies hat auch Leymann zu spüren bekommen, der in den 90er Jahren seinen Kampf für die Opfer von Mobbing durch Krebs wohl verloren hat, was viele vermuten, auch wenn die Genetiker diesen Zusammenhang immer wieder bestreiten wollen. Doch auch sie werden wie die Anhänger der Elitentheorie, wonach es Menschen gibt, die von Geburt durch Gott oder die Evolution an besonders ausgewählt worden seien, an der Wahrheit zerbrechen. Bei der Elitetheorie war es die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes, die die Wahrheit ans Licht brachte, es gibt kein Elitegen, um es verkürzt zu formulieren.
Doch eine Langzeitstudie zu Mobbingopfern wird uns genauso verwehrt bleiben wie die klaren Normen in der Rechtssprechung und unabhängige Arbeitsgerichte. Hier ist Deutschland auch die Nummer Eins, eben im Versagen.
Nun zurück zum Fall von Quetsche 2000, der uns folgendes mitteilt und klar macht, das sogar die Lage für Mobbingopfer sogar in den letzten Jahren noch grotesker geworden ist, denn selbst mit dem Gnadenbrot Abfindung hat man durch die Besteuerung den Opfern eine zusätzliche Demütigung aufgebürdet. Denn jetzt finanzieren die Opfer sogar noch die Täter und die versagenden Behörden mit, was wohl in Europa einmalig sein dürfte.
Quetsche beschreibt seinen Fall so:
>> Ja, ich habe meine Ausbildung zum Stahlformenbauer 1972 begonnen und 1976 erfolgreich beendet.
Seinerzeit hatte der Lehrlingssprecher ein enormes Gewicht im Betrieb, als wir einen Ausbilder hatten, der zuvor bei der Bundeswehr gewesen ist, als Zeitsoldat.
Total durchgeknallt, meinte dieser Ausbilder, er könnte die Lehrlinge allesamt psychisch terrorisieren. Nach fast 2 Jahren Terror-Lehrzeit wurde der Mann dann in eine andere Abteilung versetzt, und wir hatten unsere Ruhe.
Heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor Ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.
Ich selber habe das 1988 erlebt, als ich Mobbing und Gesundheitsgefährdende Missstände gemeldet hatte. Wenige Monate (später) wurde ich fristlos gefeuert, schaltete die Presse ein, ging vor das Arbeitsgericht usw. Zwar bekam ich damals eine saftige Abfindung mit allem Drum und Dran, und die Presse berichtete groß darüber, aber danach war Schicht im Schacht.
Kein Arbeitgeber wollte mich mehr haben.
So sieht die traurige Realität in der Scheindemokratie Deutschland aus.
Von daher wundert mich nicht, dass sehr viele Menschen eingeschüchtert sind, weil sie Angst vor dem sozialen Fall haben. Damit verbunden wäre dann auch noch die Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Deutschland ist ein Saustaat!!!
Quetsche2000
https://www.forum.fr-online.de/forum/<<
Und wenn man die Antwort der Vorsitzenden des Wellness- und Freizeitparks Bundestagspetitionsausschusses und Mitglied der Linken mit einem Fraktionsvorsitzenden namens Gysi dem Schaumschläger auf die Petition 4-16-11-803-018482 liest, da sieht man dann nicht Pferde vor der Apotheke abkotzen, sondern ganze Rudel von Langhalsdinosaurier. Auszug aus der Petition: „Obwohl einige europäische Staaten – beispielsweise Frankreich oder Schweden – Mobbing-Schutzgesetze als probates Mittel ansehen, erachtet der Ausschuss ein spezielles Anti-Mobbing-Gesetz nicht für sinnvoll.“ Genau meine Damen und Herren aus dem Freizeit- und Wellnesspark Bundestag, das ist eben der Unterschied, weshalb das Dritte Reich und die Mauer in Deutschland zustande kamen und neben nicht in Frankreich oder Schweden, denn diese Demokraten haben verstanden, egal ob nun rechts oder links, wann der Spaß aufhört und der Schutz der Würde des Menschen beginnt.
3. Milan Petrovic kämpft um seine und die Existenz seiner Familie.
Schon über vier Jahre dauert der grausame Kampf von Milan gegen die geballte Macht eines Konzerns namens VW. Erinnert seit hier nur nochmals am Rande an die anderen Mobbing-Opfer von VW. Auf der Internetseite von WIR http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com, der Plattform für alle Bürgerrechtler und –initiativen haben wir die letzten Mails von Milan veröffentlicht und möchten daher nur noch mit Auszügen die Grausamkeit darstellen, mit der ein Opfer sich auch nach Jahren noch herum schlagen muss. In Milans Worten lautet das so, „nach fast 4 Jahren bin ich an einem Punkt angelangt, wo mir die Energie fehlt, weiter zu kämpfen und auch so weiter zu leben. Wo es mir schwer fällt, auch nur einen normalen Gedanken zu haben. Wo es mir schwer fällt, nachts durchzuschlafen. Wo es mir schwer fällt die normalenDinge des Alltages zu erledigen. Wo es mir unmöglich ist Lebensfreude zu empfinden. Wo ich zunehmend an Angstattacken leide.“ http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/index.php?id=205
Und welch kriminelle Folgen Mobbing für eine ganze Familie haben kann zeigen folgende Worte von Milan, in denen er offen den Zustand seiner Familie im Jahre 2008, also vier Jahre nach den Mobbing-Attacken beschreibt. „Wir (meine Frau und ich) sind z. Z. aufs äußerste nervlich angespannt. Das generiert fast jeden Tag Streitigkeiten und Vorwürfe meiner Frau mir gegenüber. Meiner Frau ist nicht klar, in welch tiefem Grade ich mich in einer Depression befinde. Sie kann damit nicht umgehen. Ich kann ihr aber auch nicht zeigen, wie down ich bin, weil ich glaube, sie würde dann ebenfalls zusammenbrechen. Meine Tochter, wohnt nicht mehr bei uns, und wir halten sie aus allem raus und möchten sie damit nicht belasten. Sie ahnt nicht im Geringsten, wie es um uns bestellt ist.“
Wenn man dann das treiben der Politiker in den Wellness- und Freizeitparks, also den Parlamenten sich ansieht, versteht man langsam warum Deutschland sich hartnäckig weigert, Mobbing mit den Mitteln zu bekämpfen, die es verdient, nämlich mit den Regelungen im Strafgesetzbuch. Denn gerade die Fälle von Mobbing offenbaren in aller Deutlichkeit, wie Politik indirekt und direkt mit Mobbing operiert, schließlich ist der Ministerpräsident von Niedersachen im Aufsichtsrat des global tätigen Konzerns VW. Doch was macht dieser Herr, der stolz darauf ist, dass seine Koalition nur 30 % der Wahlberechtigten Bürger gewählt haben, eigentlich als Christ gegen Mobbing. Klar, wie alle Politiker Nichts oder er übt auch im Notfall schon mal sein Rechts als Aufsichtsratsmitglied, aber eben nicht bei Mobbing, egal wie oft im die Opfer schreiben oder Milan es getan hat in den letzten vier Jahren. Feine Demokraten haben wir hier im Land.
Nun hat sich aber auch schon die bekannte Mobbing-Beraterin Ricarda Margit Rolf ganz konkret sich um die Mobbing-Fälle bei VV gekümmert und ist auch intensiv mit dem Fall Milan beschäftigt. Sogar der bekannte Hr. Ferdinand Piech wurde mit Details in einem konkreten Mobbing-fall auf der letzten Hauptversammlung konfrontiert. Doch wie immer bei den Herren aus der Wirtschaft, entdecken sie plötzlich die Vorliebe die schon Staatsanwälte und Politiker ständig anführen, sie können sich nicht erinnern, also quasi das schon bekannte Symptom „Juristenalzheimer“.
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht Ricarda Rolf ihre Beitrag zur „Hauptversammlung 2008. (Hier) wurde Piech mit Details eines Mobbing-Falles konfrontiert. Es ging um einen an Dr. Ferdinand Piech - persönlich - gerichteten Brief und seine Folgen. Piech konnte sich nicht erinnern! Er beantwortete daher auch meine Fragen nicht. Daher gab ich meinen Widerspruch beim Notar zu Protokoll, wie übrigens auch viele andere Aktionäre, deren Fragen Piech nicht beantwortet hat.“ Und Sie hat darüber hinaus ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen die sich unter http://www.mobbing-zentrale.com/news.php finden.
Es bleibt zu hoffen, dass sich nun nicht nur Hr. Fuchs bei Milan melden:
„De: Fuchs, Volker (K-GL-S)
[mailto:volker.fuchs@volkswagen.de]
Enviado el: Dienstag, 15. April 2008 10:43
Para: milanpetrovicCC:
Fabian, Frank, Dr. (K-GL-S)Asunto:
AW: erneuter Vorschlag zur Einigung
Sehr geehrter Herr Petrovic,
bezugnehmend auf Ihr Mail vom 12.04.2008 (erneuter Vorschlag zur Einigung) bleibt es bei unserer Mitteilung aus dem Mail vom 30.01.2008, wonach keine rechtliche Verpflichtung für eine weitere Einigung besteht. Das Verfahren ist durch den gerichtlichen Abfindungsvergleich vom 14.03.2006 abgeschlossen. Im Vergleich ist ausdrücklich festgeschrieben, dass aus dem Arbeitsverhältnis keine weiteren wechselseitigen finanziellen Ansprüche mehr bestehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir über die, im Rahmen dieses Vergleiches gewährte Abfindungssumme hinaus keine weiteren Zahlungen leisten können. Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass Sie auch nach Ihrem Ausscheiden aus der VW AG Leistungen von uns erhalten haben. So wurde Ihnen auf unserer Veranlassung über PWC Barcelona Unterstützung bei der Steuerveranlagung gewährt. Ferner wurden Ihnen zustehende Leistungen aus der U-Kasse und Zuschüsse zum Krankengeld gewährt. Sollte darüber hinaus für weitere Zeiträume Krankengeld gewährt werden, werden wir die Zuschusszahlungen leisten, soweit die sonstigen Anspruchsvoraussetzungen vorliegen.“
Eindeutiger kann wohl ein Eingeständnis nicht sein, wenn es um ein Mobbing-Opfer geht. Und man erkennt sofort die fatale Rechtslage der so genannten Vergleichsphilosophie der deutschen Arbeitsrechtssprechung. Hier kaufen sich die Täter ohne Skrupel und Moral von ihrer Verantwortung frei, unterstützt wird dies durch eine desolate Gesetzgebung und schon können die Täter sich das nächste Opfer schnappen. Ein wahrer Nährboden für Mobber, der sich da über Jahrzehnte in der Arbeitsgesetzgebung verankert hat.
Und wenn man dann noch die Bemühungen von Ricard Rolf beachtet, die sich an die Hauptversammlung gewandt hat, um endlich Opfern ihr Recht zukommen zu lassen, fragt man sich eigentlich, was machen denn die Betriebsräte und ihre so geliebte Gewerkschaft. Denn es soll ja so was wie Mitbestimmungsrechte und –organe, sowie ein Betriebsverfassungsgesetz geben. Ehrlich gesagt in den Worten von Quetsche 2000, „heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor Ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.“ Und bei VW war es ein Herr Peter Hartz, der wusste wie man die Jungs vom Betriebsrat und der Gewerkschaft zufrieden stellt. Erinnert sich noch jemand daran oder gar an die Namen?
Nur Milan kann einfach nicht mehr zurück finden in ein Leben, das er in Würde hatte, bevor der Mob ihn zum Opfer erkoren hatte. Und so dreht sich das Rad immer schneller, nicht nur für Milan, sondern für alle Opfer in Deutschland, die dem Mob zum Fraß vorgeworfen wurden. 3000 Menschen beenden freiwillig ihr Leben um dem Wahnsinn Mobbing zu entgehen, die Versuche wurden schon statistisch gar nicht erfasst und bei ca. 3 bis 5,7 Millionen kann man nur ahnen, welche Dimension diese permanente Strategie der Menschenrechtsverletzungen durch die Täter Jahr für Jahr angerichtet werden.
Von daher ist der von Ricarda Rolf und Milan beschrittene Weg über die Hauptversammlung ein wichtiger Baustein, wie sich gerade Mobbing-Opfer von Aktiengesellschaften zusätzlich wehren können, die AMR wird dazu in der Nummer 23 Lösungswege aufzeichnen und mit helfen, dass diese Möglichkeit bekannt wird.
4. Nochmals der Buchtipp
In der Zeit meiner Krankheit habe ich wieder die Gedichte entdeckt, Kurt Tucholsky und einen unbekannten Autor von heute, Harald Bulling mit seinem Gedichtband, Meine Zeit, erschienen im Hofhaus Verlag Berlin, ISBN 3-00-015851-0, in der Reihe „Gedichte Heute“.
In unserer schnelllebigen Zeit, in der Alles in SMS-Zeit und Klickmentalität stattfinden muss, sind Gedichte wieder das mittel um die Kurzzeitmenschen zur Besinnlichkeit anzuhalten.
Aus dem Vorstellungstext des Gedichtbandes und des Autors ein kurzer Auszug:
„ 2003 war ein heißes Jahr, das unser Leben alle stark beeinflusst hat.....(so der) Irakkrieg, seine Vorbereitung und schließlich der Verlauf...werden kritisch beleuchtet“.
Mal gespannt, ob mein Brief an den Autor fruchtet und wird bald Gedichte zum Thema Mobbing in den Händen halten können.
hg
Wichtige Links für Selbstständige und Kleinunternehmen:
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Die besten und kreativsten Links des Jahres 2008:
http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/
https://www.forum.fr-online.de/forum
http://www.mobbing-gegner.de/
http://bakischule.blog.de/
http://www.korrupte-justiz.com/oberjustizkasse.htm
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Hauptversammlung,
Jugendvertreter,
Mobbing Frankfurt
Anlage zur AMR 22, zu Punkt
Mit Interesse habe ich den Fall von „Quetsche2000“ gelesen, einem Mobbing-Fall der nun 20 Jahre her liegt. Geändert hat sich bei heute nichts im Umgang mit Mobingopfern, und man sieht auch schon damals die Muster, wie die Gesellschaft sich Opfern entledigt.
Verschlechtert hat sich seitdem der Kontakt für Opfer zu den Medien, die Steuern wurden für die Zwangsabfindungen erhöht und wie immer stehen die Opfer an Chance da. Zu Recht fragt Quetsche2000 verweist er auf die Praxis der Ausgrenzung der Opfer von einer weiteren Chance am Arbeitsmarkt ganz zu schweigen, heute noch ein viel größeres Problem. Und eben die Kriminalisierung, die Opfer von Mobbing sehr oft trifft, den wie schon von mir erwähnt, Korruption und Mobbing sind siamesische Zwillinge, wobei eben oft Korruption von den Opfern nicht erkannt werden konnte. Macht der Möglichkeit der Kenntnisnahme heißt das im BGB-Jargon.
Hier die Geschichte von Quetsche:
>> Ja, ich habe meine Ausbildung zum Stahlformenbauer 1972 begonnen, und 1976 erfolgreich beendet.
Seinerzeit hatte der Lehrlingssprecher ein enormes Gewicht im Betrieb, als wir einen Ausbilder hatten, der zuvor bei der Bundeswehr gewesen ist, als Zeitsoldat.
Total durchgeknallt, meinte dieser Ausbilder, er könnte die Lehrlinge allesamt psychisch terrorisieren. Nach fast 2 Jahren Terror-Lehrzeit wurde der Mann dann in eine andere Abteilung versetzt, und wir hatten unsere Ruhe.
Heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.
Ich selber habe das 1988 erlebt, als ich Mobbing und gesundheitsgefährdende Missstände gemeldet hatte. Wenige Monate wurde ich fristlos gefeuert, schaltete die Presse ein, ging vor das Arbeitsgericht usw. Zwar bekam ich damals eine saftige Abfindung mit allem Drum und Dran, und die Presse berichtete großdarüber, aber danach war Schicht im Schacht.
Kein Arbeitgeber wollte mich mehr haben.
So sieht die traurige Realität in der Scheindemokratie Deutschland aus.
Von daher wundert mich nicht, dasssehr viele Menschen eingeschüchtert sind, weil sie angst vor dem sozialen Fall haben. Damit verbunden wäre dann auch noch die Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Deutschland ist ein Saustaat!!!
Quetsche2000
https://www.forum.fr-online.de/forum/<<
Verschlechtert hat sich seitdem der Kontakt für Opfer zu den Medien, die Steuern wurden für die Zwangsabfindungen erhöht und wie immer stehen die Opfer an Chance da. Zu Recht fragt Quetsche2000 verweist er auf die Praxis der Ausgrenzung der Opfer von einer weiteren Chance am Arbeitsmarkt ganz zu schweigen, heute noch ein viel größeres Problem. Und eben die Kriminalisierung, die Opfer von Mobbing sehr oft trifft, den wie schon von mir erwähnt, Korruption und Mobbing sind siamesische Zwillinge, wobei eben oft Korruption von den Opfern nicht erkannt werden konnte. Macht der Möglichkeit der Kenntnisnahme heißt das im BGB-Jargon.
Hier die Geschichte von Quetsche:
>> Ja, ich habe meine Ausbildung zum Stahlformenbauer 1972 begonnen, und 1976 erfolgreich beendet.
Seinerzeit hatte der Lehrlingssprecher ein enormes Gewicht im Betrieb, als wir einen Ausbilder hatten, der zuvor bei der Bundeswehr gewesen ist, als Zeitsoldat.
Total durchgeknallt, meinte dieser Ausbilder, er könnte die Lehrlinge allesamt psychisch terrorisieren. Nach fast 2 Jahren Terror-Lehrzeit wurde der Mann dann in eine andere Abteilung versetzt, und wir hatten unsere Ruhe.
Heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.
Ich selber habe das 1988 erlebt, als ich Mobbing und gesundheitsgefährdende Missstände gemeldet hatte. Wenige Monate wurde ich fristlos gefeuert, schaltete die Presse ein, ging vor das Arbeitsgericht usw. Zwar bekam ich damals eine saftige Abfindung mit allem Drum und Dran, und die Presse berichtete großdarüber, aber danach war Schicht im Schacht.
Kein Arbeitgeber wollte mich mehr haben.
So sieht die traurige Realität in der Scheindemokratie Deutschland aus.
Von daher wundert mich nicht, dasssehr viele Menschen eingeschüchtert sind, weil sie angst vor dem sozialen Fall haben. Damit verbunden wäre dann auch noch die Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Deutschland ist ein Saustaat!!!
Quetsche2000
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Anlage zur AMR 22 zu Punkt 3
Da auch ich ein VW geschädigter bin, weiß ich was da los ist. ich wollte mir im Juli 2007 das Leben nehmen, nur aufgrund der schnellen Reaktion von Focus hat mich die Polizei schneller gehabt als ich es durchführen konnte. Das Problem ist keiner hilft, keiner ist zuständig, und VW rührt sich nicht, genauso wenig wie die Medien oder Gewerkschaft.
Wir müssen was tun, denn ich will nicht nur H4 - Anhänger bleiben.
Beste Grüsse
RR
Wir müssen was tun, denn ich will nicht nur H4 - Anhänger bleiben.
Beste Grüsse
RR
Sonntag, 26. Oktober 2008
Die aktuelle Antimobbingrundschau 21
Inhaltsverzeichnis:
1. Erklärung
2. Die Agenda der Misserfolge
3. Ver.di verliert und Angelo darf arbeiten
4. Mobbing in der Leiharbeiter Welt
5. Mobbing wegen einem Kind?
6. Nicht aufgeben und sich selber helfen
7. Sex für den Job
8. Buchtipp
1. Erklärung
Mobbing.Opfer kennen dieses Problem nur zur Genüge, die völlige psychische und physische Erschöpfung, die sie übrigens mit den Folteropfern aus den Kerkern menschlicher Perversionen gemeinsam haben. Der Kampf um die Aufklärung und die Forderung nach Gerechtigkeit wird all zu oft und das insbesondere in der Demokratie zu einem erneuten Fall von Mobbing. Dem schlimmsten aller Kriege um die Zerstörung der Würde des Menschen. Auch uns, Harry Gambler, hat es erwischt. Wochenlanges leiden und dahin vegetieren in der Angst um die finanzielle und gesundheitliche Existenz raubt einem die Kräfte um auch nur einen vernünftigen Satz zu formulieren. Von daher gab es trotz so vieler neuer Artikel, Fälle und Ereignisse zum Thema Mobbing keine AMR. Mit dieser Ausgabe melden wir uns zurück, wie für lange weiß nur Gott, die letzte Hoffnung heißt immer nicht Aufgeben.
„Zwölf Mal durch die Höhle und zurück, dennoch lebst du noch und siehst mal wieder die Sonne. Jenes Licht am Ende des Tunnels, wo es angeblich ein Leben in Würde und sozialer Gerechtigkeit gibt. hg.“
Die nächste Ausgabe der AMR bringt Beiträge zu Milan, VW, Rainer Beutler, Quetsche 2000 und.. und.. und sie kommt schneller als gedacht, die nächste AMR.
hg
2. Die Agenda der Misserfolge
Am 13. März 2003 präsentierte Bundeskanzler Gerhard Schröder im
Bundestag sein neoliberales Umbauprogramm der Agenda 2010. SPD und
GRÜNE würden dies gern feiern, aber sie trauen sich nicht so recht.
Zum einen liest sich die Bilanz der Agenda wie ein Katalog der
Misserfolge und zum anderen kommt eine Botschaft als Folge der Agenda
immer mehr an: Ein Politikwechsel ist notwendig!
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=ljldauyysqyslna
hg.
3. Ver.di verliert und Angelo darf arbeiten
Die Solidaritätsaktionen gegen die fremdfeindliche Kündigung des Gewerkschaftssekretärs Angelo Lucifero war durch die breite Solidaritätsaktion vieler Bürgerinnen und Bürger ein voller Erfolg. Ver.di musste den Schwanz einziehen und Angelo hat wieder eine Arbeitsstelle. So, und nur so können wir die Rechte der Einzelnen oder des Einzelnen in diesem Lande verteidigen. Große und von jedem Einzelnen getragene Solidaritätsaktionen zeigen selbst bei den Hardcore-Tätern Wirkung und verbreiten Angst. Die gute Arbeit der Internetzeitung Scharf-Links hat den Fall in die öffentlichkeit gebracht und wir bedanken uns dafür.
>> Entlassung des ver.di-Sekretärs Angelo Lucifero abgewendet
Die ver.di-Landesbezirksleitung Sachsen/Sachen-Anhalt/Thüringen
wollte den Antifaschisten und Gewerkschaftssekretär Angelo Lucifero
kündigen. Wir dokumentieren den offenen Brief der Gruppe
"GewerkschafterInnen gegen Rechts", der über neue Entwicklungen in dem
Fall informiert. Die ver.di-Landesbezirksleitung
Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen hat ihr Ziel nicht erreicht, Angelo
Lucifero zu kündigen. Es waren offenbar die unzähligen Protestbriefe
und -resolutionen, die den ver.di-Bundesvorstand zur Intervention
veranlassten. Bei allen, die sich in unterschiedlicher Form und an
unterschiedlichen Stellen an den Protesten gegen die drohende
Kündigung beteiligt haben, wollen wir uns hiermit herzlich für ihre
Solidarität bedanken.“
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=kqpdxdfprmqlfum <<
hg.
4. Mobbing in der Leiharbeiterwelt
Man beraubt sie nicht nur ihres gerechten Lohnes, sondern darf sie ungeniert auch als die neuen Opfer der Mobbing-Gesellschaft Deutschland ansehen. Der Hilferuf einer jungen Frau gibt nur einen wagen Einblick in eine Welt, in der gar nichts mehr gilt, was uns von denen unterscheidet, die die Würde des Menschen nur als eine Phrase an sehen und nicht verstehen wollen, dass dies alles ist, was wir haben, in dieser Welt. Ob nun reich oder arm, groß oder klein, von dieser oder jener Religion.
Den Text gibt es auf der Internetseite FÜRSIE, wir veröffentlichen in hier in dem Glauben, dass niemand das Recht hat, Beiträge aus Foren zu bespitzeln und auszuschnüffeln, von wem sie wirklich sein könnten. Das Internet als letzte Möglichkeit der anonymisierten Demokratie, wie tief sind wir doch gefallen in Deutschland nach nur 60 Jahren vom Ende des braunen Faschismus. Hier der Text:
>> Seit fast 2 Jahren bin ich nun als Leiharbeiterin in einer Firma beschäftigt und bisher war auch eigentlich alles soweit ok. Im Moment hat sich allerdings die Arbeitslage etwas verschlechtert. Seitdem gehen die fest angestellten Kolleginnen massiv gegen mich vor, als ob ich ihnen etwas wegnehmen würde und es verschlimmert sich mit jedem Tag. Ich möchte meine Arbeit erledigen, die von mir erwartet wird und eigentlich nur meine Ruhe, aber das ist kaum noch möglich. Was kann ich tun? Wenn ich mich wehre, werde ich als Leiharbeitnehmerin einfach abgemeldet und sie hätten erreicht, was sie wollen. Ich bin aber auf diesen Job angewiesen.<<
hg.
5. Mobbing wegen einem Kind?
Und auch dieser Fall zeigt uns, wie verlogen und vehement man in diesem Land gemobbt werden kann, wenn man nur Mutter eines Kindes ist. Dann braucht man nur noch die Sprüche der Politiker aus dem Wellness- und Freizeitpark Bundestag daneben stellen und versteht eigentlich das Wort Mobbing neu und besser. Clever ist dagegen unsere Bundeskanzlerin, die Wein predigt und Wasser serviert, für das kinder kriegen sich stark macht und selber keiner hat. Warum wohl? Doch sicherlich weil sie wusste, wie weit man als Mutter in dieser Gesellschaft kommt. Hier der Text, zu finden ebenfalls auf dem Forum FÜRSIE:
>> Ich habe Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt, recht gut abgeschlossen und mich danach ins Fachabi für Wirtschaft und Verwaltung gestützt. Ich spreche Englisch fließend, lerne schnell, bin freundlich, gepflegt, pla, pla........ Alles was eben so verlangt wird.
Ich bewerbe mich jetzt schon seit ca. 3 Monaten wieder um eine Arbeitsstelle. Würde bis 30 Std. die Wochen arbeiten, egal was.
Jetzt hatte ich ein Vorstellungsgespräch als Chefsekretärin. Die waren begeistert von den guten Noten. Auch dass ich neben dem verlangten Englisch noch Grundkenntnisse in Spanisch hatte, machte Eindruck. Ich habe mir wirklich Hoffnung gemacht und auch schon fest mit der Zusage gerechnet.
Dann der Schlag, eine Absage. Auf Nachfragen sagte mir die Personalchefin es läge nicht an den Qualifikationen. Man kann sich also denken, dass es am Kind liegt.
Ich bin 25 Jahre alt. Ich habe keine Lust mich von unserer Gesellschaft aufs Abstellgleis schieben zu lassen.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? <<
hg.
6. Nicht aufgeben und sich selber helfen
WIR (www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de) bietet allen die Mitarbeit an um endlich aus dem Trott der Verzweiflung und Apathie heraus zu kommen. Hier wird nicht nur geredet und hilflos in die Hände zusammengeschlagen, sondern analysiert und eben auch konkrete Lösungen diskutiert: Bürger wehren sich jetzt und gründen deutschlandweit eine Bürgerbewegung. Ziel ist es, sich gegen Rechtsbeugung und verfassungswidriges Handeln von Beamten und Politikern sich zu wehren. Die Ahndung von Amtmissbrauch, ständigen Fehlentscheidungen, teure Misswirtschaft, Korruption und Mobbing müssen WIR gemeinsam angehen. Bitte machen Sie mit und WIR gehen gemeinsam gegen diesen staatlichen Wahnsinn vor. www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de
Die deutschlandweiten Bürgerrechtsbewegung
7. Sex für den Job
Geheimbund BRD-"Richterschaft"
Jeder hat es gelesen oder davon Gehört.
Ein Juraprofessor an einer hannoverschen Uni hat vor wenigen Tagen vor dem
Landgericht Hildesheim gestanden: "in mindestens 69 Fällen als ungeeignet
geltenden Kandidaten durch Geldzahlungen oder sexuelle Gegenleistungen zum
Doktortitel verholfen zu haben".
Der Juraprofessor wurde dadurch als "Professor Sex" oder als "Der
Doktormacher" bekannt.
In den vergangenen drei Jahren verhandelten auch zwei sehr jung wirkende
Personen vor dem Amtsgericht Elmshorn gegen mich, die sich als
Richter/Richterin ausgaben und einen Doktortitel trugen.
Ich fragte daher am 10.03.2008 beim Gerichtsdirektor des AG Elmshorn, Harm
Behnke, an und bat ihr, mit bekannt zu geben, wo die Beiden jugendlichen
Doktores ihr Studium absolviert haben und wer der Juraprofessor der Beiden
war.
Ich verwies auf die Berichterstattung über den "Doktormacher Professor Sex"
und begründete mein Interesse damit, daß ich mir sicher sein wollte, das
meine Beiden Elmshorner "Richter-Doktores" doch wohl nicht etwa von diesem
zu Doktoren gemacht wurden...
8. Buchtipp.
In der Zeit meiner Krankheit habe ich wieder die Gedichte entdeckt, Kurt Tucholsky und einen unbekannten Autor von heute, Harald Bulling mit seinem Gedichtband, Meine Zeit, erschienen im Hofhaus Verlag Berlin, ISBN 3-00-015851-0, in der Reihe „Gedichte Heute“.
In unserer schnelllebigen Zeit, in der Alles in SMS-Zeit und Klickmentalität stattfinden muss, sind Gedichte wieder das mittel um die Kurzzeitmenschen zur Besinnlichkeit anzuhalten.
Aus dem Vorstellungstext des Gedichtbandes und des Autors ein kurzer Auszug:
„ 2003 war ein heißes Jahr, das unser Leben alle stark beeinflusst hat.....(so der) Irakkrieg, seine Vorbereitung und schließlich der Verlauf...werden kritisch beleuchtet“.
Mal gespannt, ob mein Brief an den Autor fruchtet und wird bald Gedichte zum Thema Mobbing in den Händen halten können.
hg
Allgemeines:
Jeder hat das Recht, diese Zeitung ohne Zustimmung weiter zu mailen oder zu verteilen. Die AMR ist umsonst, wird es bleiben und freut sich über jede Verbreitung. Danke im Namen der Opfer.
Wichtige Links für Selbstständige und Kleinunternehmen:
Joblinks
Die besten und kreativsten Links des Jahres 2008:
http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/
www.Friedensgellschaft.de
http://www.querdenkerforum.de
http://www.verfassungswerkstatt.de/ziel
http://www.wir-verändern-deutschland.de/
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Aktuelle_Fotos
http://www.be24.at/blog/entry/15254/ich-habe-fertig
http://www.solarbibel.de
http://www.amazon.de/Lebensl%C3%BCge-Juristen-Warum-gerecht-SPIEGEL-Buch/dp/3421043442
http://www.kirchenaustritt.de/
1. Erklärung
2. Die Agenda der Misserfolge
3. Ver.di verliert und Angelo darf arbeiten
4. Mobbing in der Leiharbeiter Welt
5. Mobbing wegen einem Kind?
6. Nicht aufgeben und sich selber helfen
7. Sex für den Job
8. Buchtipp
1. Erklärung
Mobbing.Opfer kennen dieses Problem nur zur Genüge, die völlige psychische und physische Erschöpfung, die sie übrigens mit den Folteropfern aus den Kerkern menschlicher Perversionen gemeinsam haben. Der Kampf um die Aufklärung und die Forderung nach Gerechtigkeit wird all zu oft und das insbesondere in der Demokratie zu einem erneuten Fall von Mobbing. Dem schlimmsten aller Kriege um die Zerstörung der Würde des Menschen. Auch uns, Harry Gambler, hat es erwischt. Wochenlanges leiden und dahin vegetieren in der Angst um die finanzielle und gesundheitliche Existenz raubt einem die Kräfte um auch nur einen vernünftigen Satz zu formulieren. Von daher gab es trotz so vieler neuer Artikel, Fälle und Ereignisse zum Thema Mobbing keine AMR. Mit dieser Ausgabe melden wir uns zurück, wie für lange weiß nur Gott, die letzte Hoffnung heißt immer nicht Aufgeben.
„Zwölf Mal durch die Höhle und zurück, dennoch lebst du noch und siehst mal wieder die Sonne. Jenes Licht am Ende des Tunnels, wo es angeblich ein Leben in Würde und sozialer Gerechtigkeit gibt. hg.“
Die nächste Ausgabe der AMR bringt Beiträge zu Milan, VW, Rainer Beutler, Quetsche 2000 und.. und.. und sie kommt schneller als gedacht, die nächste AMR.
hg
2. Die Agenda der Misserfolge
Am 13. März 2003 präsentierte Bundeskanzler Gerhard Schröder im
Bundestag sein neoliberales Umbauprogramm der Agenda 2010. SPD und
GRÜNE würden dies gern feiern, aber sie trauen sich nicht so recht.
Zum einen liest sich die Bilanz der Agenda wie ein Katalog der
Misserfolge und zum anderen kommt eine Botschaft als Folge der Agenda
immer mehr an: Ein Politikwechsel ist notwendig!
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=ljldauyysqyslna
hg.
3. Ver.di verliert und Angelo darf arbeiten
Die Solidaritätsaktionen gegen die fremdfeindliche Kündigung des Gewerkschaftssekretärs Angelo Lucifero war durch die breite Solidaritätsaktion vieler Bürgerinnen und Bürger ein voller Erfolg. Ver.di musste den Schwanz einziehen und Angelo hat wieder eine Arbeitsstelle. So, und nur so können wir die Rechte der Einzelnen oder des Einzelnen in diesem Lande verteidigen. Große und von jedem Einzelnen getragene Solidaritätsaktionen zeigen selbst bei den Hardcore-Tätern Wirkung und verbreiten Angst. Die gute Arbeit der Internetzeitung Scharf-Links hat den Fall in die öffentlichkeit gebracht und wir bedanken uns dafür.
>> Entlassung des ver.di-Sekretärs Angelo Lucifero abgewendet
Die ver.di-Landesbezirksleitung Sachsen/Sachen-Anhalt/Thüringen
wollte den Antifaschisten und Gewerkschaftssekretär Angelo Lucifero
kündigen. Wir dokumentieren den offenen Brief der Gruppe
"GewerkschafterInnen gegen Rechts", der über neue Entwicklungen in dem
Fall informiert. Die ver.di-Landesbezirksleitung
Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen hat ihr Ziel nicht erreicht, Angelo
Lucifero zu kündigen. Es waren offenbar die unzähligen Protestbriefe
und -resolutionen, die den ver.di-Bundesvorstand zur Intervention
veranlassten. Bei allen, die sich in unterschiedlicher Form und an
unterschiedlichen Stellen an den Protesten gegen die drohende
Kündigung beteiligt haben, wollen wir uns hiermit herzlich für ihre
Solidarität bedanken.“
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=kqpdxdfprmqlfum <<
hg.
4. Mobbing in der Leiharbeiterwelt
Man beraubt sie nicht nur ihres gerechten Lohnes, sondern darf sie ungeniert auch als die neuen Opfer der Mobbing-Gesellschaft Deutschland ansehen. Der Hilferuf einer jungen Frau gibt nur einen wagen Einblick in eine Welt, in der gar nichts mehr gilt, was uns von denen unterscheidet, die die Würde des Menschen nur als eine Phrase an sehen und nicht verstehen wollen, dass dies alles ist, was wir haben, in dieser Welt. Ob nun reich oder arm, groß oder klein, von dieser oder jener Religion.
Den Text gibt es auf der Internetseite FÜRSIE, wir veröffentlichen in hier in dem Glauben, dass niemand das Recht hat, Beiträge aus Foren zu bespitzeln und auszuschnüffeln, von wem sie wirklich sein könnten. Das Internet als letzte Möglichkeit der anonymisierten Demokratie, wie tief sind wir doch gefallen in Deutschland nach nur 60 Jahren vom Ende des braunen Faschismus. Hier der Text:
>> Seit fast 2 Jahren bin ich nun als Leiharbeiterin in einer Firma beschäftigt und bisher war auch eigentlich alles soweit ok. Im Moment hat sich allerdings die Arbeitslage etwas verschlechtert. Seitdem gehen die fest angestellten Kolleginnen massiv gegen mich vor, als ob ich ihnen etwas wegnehmen würde und es verschlimmert sich mit jedem Tag. Ich möchte meine Arbeit erledigen, die von mir erwartet wird und eigentlich nur meine Ruhe, aber das ist kaum noch möglich. Was kann ich tun? Wenn ich mich wehre, werde ich als Leiharbeitnehmerin einfach abgemeldet und sie hätten erreicht, was sie wollen. Ich bin aber auf diesen Job angewiesen.<<
hg.
5. Mobbing wegen einem Kind?
Und auch dieser Fall zeigt uns, wie verlogen und vehement man in diesem Land gemobbt werden kann, wenn man nur Mutter eines Kindes ist. Dann braucht man nur noch die Sprüche der Politiker aus dem Wellness- und Freizeitpark Bundestag daneben stellen und versteht eigentlich das Wort Mobbing neu und besser. Clever ist dagegen unsere Bundeskanzlerin, die Wein predigt und Wasser serviert, für das kinder kriegen sich stark macht und selber keiner hat. Warum wohl? Doch sicherlich weil sie wusste, wie weit man als Mutter in dieser Gesellschaft kommt. Hier der Text, zu finden ebenfalls auf dem Forum FÜRSIE:
>> Ich habe Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt, recht gut abgeschlossen und mich danach ins Fachabi für Wirtschaft und Verwaltung gestützt. Ich spreche Englisch fließend, lerne schnell, bin freundlich, gepflegt, pla, pla........ Alles was eben so verlangt wird.
Ich bewerbe mich jetzt schon seit ca. 3 Monaten wieder um eine Arbeitsstelle. Würde bis 30 Std. die Wochen arbeiten, egal was.
Jetzt hatte ich ein Vorstellungsgespräch als Chefsekretärin. Die waren begeistert von den guten Noten. Auch dass ich neben dem verlangten Englisch noch Grundkenntnisse in Spanisch hatte, machte Eindruck. Ich habe mir wirklich Hoffnung gemacht und auch schon fest mit der Zusage gerechnet.
Dann der Schlag, eine Absage. Auf Nachfragen sagte mir die Personalchefin es läge nicht an den Qualifikationen. Man kann sich also denken, dass es am Kind liegt.
Ich bin 25 Jahre alt. Ich habe keine Lust mich von unserer Gesellschaft aufs Abstellgleis schieben zu lassen.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? <<
hg.
6. Nicht aufgeben und sich selber helfen
WIR (www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de) bietet allen die Mitarbeit an um endlich aus dem Trott der Verzweiflung und Apathie heraus zu kommen. Hier wird nicht nur geredet und hilflos in die Hände zusammengeschlagen, sondern analysiert und eben auch konkrete Lösungen diskutiert: Bürger wehren sich jetzt und gründen deutschlandweit eine Bürgerbewegung. Ziel ist es, sich gegen Rechtsbeugung und verfassungswidriges Handeln von Beamten und Politikern sich zu wehren. Die Ahndung von Amtmissbrauch, ständigen Fehlentscheidungen, teure Misswirtschaft, Korruption und Mobbing müssen WIR gemeinsam angehen. Bitte machen Sie mit und WIR gehen gemeinsam gegen diesen staatlichen Wahnsinn vor. www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de
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7. Sex für den Job
Geheimbund BRD-"Richterschaft"
Jeder hat es gelesen oder davon Gehört.
Ein Juraprofessor an einer hannoverschen Uni hat vor wenigen Tagen vor dem
Landgericht Hildesheim gestanden: "in mindestens 69 Fällen als ungeeignet
geltenden Kandidaten durch Geldzahlungen oder sexuelle Gegenleistungen zum
Doktortitel verholfen zu haben".
Der Juraprofessor wurde dadurch als "Professor Sex" oder als "Der
Doktormacher" bekannt.
In den vergangenen drei Jahren verhandelten auch zwei sehr jung wirkende
Personen vor dem Amtsgericht Elmshorn gegen mich, die sich als
Richter/Richterin ausgaben und einen Doktortitel trugen.
Ich fragte daher am 10.03.2008 beim Gerichtsdirektor des AG Elmshorn, Harm
Behnke, an und bat ihr, mit bekannt zu geben, wo die Beiden jugendlichen
Doktores ihr Studium absolviert haben und wer der Juraprofessor der Beiden
war.
Ich verwies auf die Berichterstattung über den "Doktormacher Professor Sex"
und begründete mein Interesse damit, daß ich mir sicher sein wollte, das
meine Beiden Elmshorner "Richter-Doktores" doch wohl nicht etwa von diesem
zu Doktoren gemacht wurden...
8. Buchtipp.
In der Zeit meiner Krankheit habe ich wieder die Gedichte entdeckt, Kurt Tucholsky und einen unbekannten Autor von heute, Harald Bulling mit seinem Gedichtband, Meine Zeit, erschienen im Hofhaus Verlag Berlin, ISBN 3-00-015851-0, in der Reihe „Gedichte Heute“.
In unserer schnelllebigen Zeit, in der Alles in SMS-Zeit und Klickmentalität stattfinden muss, sind Gedichte wieder das mittel um die Kurzzeitmenschen zur Besinnlichkeit anzuhalten.
Aus dem Vorstellungstext des Gedichtbandes und des Autors ein kurzer Auszug:
„ 2003 war ein heißes Jahr, das unser Leben alle stark beeinflusst hat.....(so der) Irakkrieg, seine Vorbereitung und schließlich der Verlauf...werden kritisch beleuchtet“.
Mal gespannt, ob mein Brief an den Autor fruchtet und wird bald Gedichte zum Thema Mobbing in den Händen halten können.
hg
Allgemeines:
Jeder hat das Recht, diese Zeitung ohne Zustimmung weiter zu mailen oder zu verteilen. Die AMR ist umsonst, wird es bleiben und freut sich über jede Verbreitung. Danke im Namen der Opfer.
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Anlage AMR 21 zu Punkt 5
Lokales
Deutschlands teuerste Kündigung
Von GERALD SCHMIDTKUNZ
Bad Hersfeld / Wiesbaden. Justizia auf neuen Wegen: Eine Schadensersatzklage in noch nicht da gewesener Größenordnung von einer halben Million Euro läuft erstmals in Deutschland wegen Diskriminierung. Geführt wird die Klage gegen den R+V-Versicherungskonzern von Anwälten der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht e.V. (DGADR), mit Sitz in Bad Hersfeld.
Der Rechtsfall:
Sule Eisele-Gaffaroglu (38) fühlt sich als Mitarbeiterin der R+V-Versicherung von ihrem Arbeitgeber geschlechtlich diskriminiert. Während ihrer zweiten Schwangerschaft verlor sie im Dezember 2006 ihre gut bezahlte Zuständigkeit als Versicherungsbetreuerin im Raum Bad Saulgau / Oberschwaben. Schon an ihrem letzten Arbeitstag vor dem dreimonatigen Mutterschutz habe der Arbeitgeber Sule Eiseles Passwort zum Firmenrechner gesperrt und ihr ihren Dienst-Nachfolger vorgestellt.
Am ersten Tag nach dem Mutterschutz habe der Chef sie dann drängen wollen, Elternzeit zu nehmen und ihr gleichzeitig für ihr berufliches Fortkommen wichtige Schulungen verweigert. Sule Eisele-Gaffaroglu suchte juristischen Beistand und fand ihn in den Fachanwälten Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder (Bonn) und Frank Jansen (Bad Hersfeld) von der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht.
Deren Präsident, Dr. Alenfelder, und sein Stellvertreter, Jansen, nannten den Vorgang eine herabsetzende stille Kündigung und arbeiteten eine gut hundertseitige Klageschrift aus, die sie beim Wiesbadener Arbeitsgericht einreichten.
Seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) am 18. August 2006 (der Kreisanzeiger berichtete) ist diese Schadensersatzklage der Höhe nach die erste ihrer Art, die je vor einem deutschen Gericht verhandelt wurde. Dabei ist die für hiesige Verhältnisse exorbitant hohe Klagesumme von 500.000 Euro, gemessen an Eisele-Gaffaroglus monatlichem Bruttogehalt von 3.500 Euro, keineswegs aus der Luft gegriffen.
„Das AGG, wie auch EU-Richtlinien dazu, sehen bei Verstößen ausdrücklich sehr hohe und abschreckende Strafen vor“, erklärte Prof. Dr. Alenfelder im Gespräch mit dem Kreisanzeiger. „Eine übliche Daumenregel für den immmateriellen Schaden: Ein Jahresgehalt, mindestens 30.000 Euro. Hinzu kommt die Komponente der materiellen Ersatzansprüche etwa aus dem Einkommensverlust oder aus den durch Diskriminierung möglicherweise entstehenden Ausgaben wie psychische Betreuung oder Kosten des Rechtsstreits.“
Mehrfach diskriminiert
Arbeitsrechtler Jansen ergänzt, dass bei der Klagesumme berücksichtigt werden muss, dass es sich um eine mehrfache Diskriminierung handelt. Neben dem Vorwurf der Geschlechtsdiskriminierung klagt seine deutsche Mandantin türkischer Herkunft zudem auf eine ethnische Benachteiligung.
Müssen sich nun auch deutsche Unternehmen auf immer höhere Schadensersatzklagen nach angelsächsischem Vorbild einstellen? Beispielsweise sind in den USA Unternehmen schon zu mehr als 100 Millionen Dollar und in Großbritannien bis zu 2,4 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt worden.
Eine solche Entwicklung sehen Alenfelder und Jansen (noch) nicht, obwohl ihre Klage vor dem Wiesbadener Arbeitsgericht alle Aussicht auf einen Präzedenzfall hat. „Die Mehrheit der Diskriminierungsvorwürfe kommt derzeit gar nicht zur Verhandlung“, erläutert der DGADR-Präsident und nennt dafür drei Gründe. Das erste Problem ist die Beweissicherung für die Verfahren. „Allein die Behauptung, man werde in der Firma gemobbt, reicht für eine Klage nicht aus.“
Zum Zweiten empfinden es hier zu Lande noch immer viele Diskriminierungsopfer als „normal“, dass Frauen weniger verdienen als Männer; oder dass Arbeitnehmer ab 40 Jahre mit der Begründung des „hohen Alters“ von Stellenbewerbungen ausgeschlossen, bzw. bei der Besetzung von Führungspositionen übergangen werden. Der dritte Grund: Die Mehrheit der bisherigen AGG-Verfahren kam gar nicht erst zur Verhandlung, weil sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf außergerichtliche Vergleichszahlungen – oft schon in fünfstelliger Höhe – geeinigt hatten.
„In der Regel“, so Frank Jansen, „sind bei solchen Vergleichen Stillschweige-Klauseln mit vereinbart. Deshalb werden solche AGG-Fälle in der Öffentlichkeit nicht bekannt.“
Policen gegen Ansprüche
Doch nun hat mit der R+V-Versicherung ausgerechnet der Konzern eine Klage am Hals, der seinen Kunden Versicherungspolicen gegen Schadensersatzansprüche wegen Diskriminierung anbietet. Der Prozess beginnt am Montag, 18. Februar.
Zur Sache
Das AGG sieht vor, dass im Arbeits- und Geschäftsleben niemand wegen seiner ethnischen Herkunft oder Rasse, seines Geschlechts oder Alters, seiner Behinderung, sexuellen Orientierung, Religion oder Weltanschauung benachteiligt werden darf.
In Deutschland sind die Möglichkeiten des AGG laut Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder noch viel zu unbekannt. Viele Opfer akzeptierten Diskriminierung etwa auf Grund Geschlecht oder Alter oft als „normal“, weil es eben immer so gewesen ist. Das AGG verbietet Arbeitgebern seit dem Sommer 2006, Beschäftigte wegen bestimmter Merkmale zu benachteiligen und verpflichtet sie, die Mitarbeiter vor Diskriminierung durch Kollegen, Vorgesetzte und auch Dritte – beispielsweise Kunden – zu schützen. Dazu gehört auch eine Schulung der Mitarbeiter über das AGG.
Viele Arbeitgeber haben sich allerdings schon auf andere Weise gewappnet. Gerüchten zufolge soll es bereits eine Schwarze Liste geben, die namentlich benannte Personen als „AGG-Hopper“ brandmarkt; also Angestellte, die ihre Chefs schon einmal mit dem Gesetz konfrontiert haben, ungeachtet der Tatsache ob es zu internen Vergleichen oder zu Gerichtsverhandlungen kam.
Dieser Liste will die DGADR in Kürze eine „Opferfibel“ entgegensetzen. Wer sich in seiner Firma diskriminiert fühlt, kann darin nachlesen, ob sein Fall in irgend einem Punkt Ähnlichkeiten mit der ganzen Palette vom Mobbing über schlichte Benachteiligung bis hin zur sexuellen Diskriminierung aufweist – und ob der Weg zum Anwalt geraten ist.
Mehr unter www.dgadr.org
Deutschlands teuerste Kündigung
Von GERALD SCHMIDTKUNZ
Bad Hersfeld / Wiesbaden. Justizia auf neuen Wegen: Eine Schadensersatzklage in noch nicht da gewesener Größenordnung von einer halben Million Euro läuft erstmals in Deutschland wegen Diskriminierung. Geführt wird die Klage gegen den R+V-Versicherungskonzern von Anwälten der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht e.V. (DGADR), mit Sitz in Bad Hersfeld.
Der Rechtsfall:
Sule Eisele-Gaffaroglu (38) fühlt sich als Mitarbeiterin der R+V-Versicherung von ihrem Arbeitgeber geschlechtlich diskriminiert. Während ihrer zweiten Schwangerschaft verlor sie im Dezember 2006 ihre gut bezahlte Zuständigkeit als Versicherungsbetreuerin im Raum Bad Saulgau / Oberschwaben. Schon an ihrem letzten Arbeitstag vor dem dreimonatigen Mutterschutz habe der Arbeitgeber Sule Eiseles Passwort zum Firmenrechner gesperrt und ihr ihren Dienst-Nachfolger vorgestellt.
Am ersten Tag nach dem Mutterschutz habe der Chef sie dann drängen wollen, Elternzeit zu nehmen und ihr gleichzeitig für ihr berufliches Fortkommen wichtige Schulungen verweigert. Sule Eisele-Gaffaroglu suchte juristischen Beistand und fand ihn in den Fachanwälten Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder (Bonn) und Frank Jansen (Bad Hersfeld) von der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht.
Deren Präsident, Dr. Alenfelder, und sein Stellvertreter, Jansen, nannten den Vorgang eine herabsetzende stille Kündigung und arbeiteten eine gut hundertseitige Klageschrift aus, die sie beim Wiesbadener Arbeitsgericht einreichten.
Seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) am 18. August 2006 (der Kreisanzeiger berichtete) ist diese Schadensersatzklage der Höhe nach die erste ihrer Art, die je vor einem deutschen Gericht verhandelt wurde. Dabei ist die für hiesige Verhältnisse exorbitant hohe Klagesumme von 500.000 Euro, gemessen an Eisele-Gaffaroglus monatlichem Bruttogehalt von 3.500 Euro, keineswegs aus der Luft gegriffen.
„Das AGG, wie auch EU-Richtlinien dazu, sehen bei Verstößen ausdrücklich sehr hohe und abschreckende Strafen vor“, erklärte Prof. Dr. Alenfelder im Gespräch mit dem Kreisanzeiger. „Eine übliche Daumenregel für den immmateriellen Schaden: Ein Jahresgehalt, mindestens 30.000 Euro. Hinzu kommt die Komponente der materiellen Ersatzansprüche etwa aus dem Einkommensverlust oder aus den durch Diskriminierung möglicherweise entstehenden Ausgaben wie psychische Betreuung oder Kosten des Rechtsstreits.“
Mehrfach diskriminiert
Arbeitsrechtler Jansen ergänzt, dass bei der Klagesumme berücksichtigt werden muss, dass es sich um eine mehrfache Diskriminierung handelt. Neben dem Vorwurf der Geschlechtsdiskriminierung klagt seine deutsche Mandantin türkischer Herkunft zudem auf eine ethnische Benachteiligung.
Müssen sich nun auch deutsche Unternehmen auf immer höhere Schadensersatzklagen nach angelsächsischem Vorbild einstellen? Beispielsweise sind in den USA Unternehmen schon zu mehr als 100 Millionen Dollar und in Großbritannien bis zu 2,4 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt worden.
Eine solche Entwicklung sehen Alenfelder und Jansen (noch) nicht, obwohl ihre Klage vor dem Wiesbadener Arbeitsgericht alle Aussicht auf einen Präzedenzfall hat. „Die Mehrheit der Diskriminierungsvorwürfe kommt derzeit gar nicht zur Verhandlung“, erläutert der DGADR-Präsident und nennt dafür drei Gründe. Das erste Problem ist die Beweissicherung für die Verfahren. „Allein die Behauptung, man werde in der Firma gemobbt, reicht für eine Klage nicht aus.“
Zum Zweiten empfinden es hier zu Lande noch immer viele Diskriminierungsopfer als „normal“, dass Frauen weniger verdienen als Männer; oder dass Arbeitnehmer ab 40 Jahre mit der Begründung des „hohen Alters“ von Stellenbewerbungen ausgeschlossen, bzw. bei der Besetzung von Führungspositionen übergangen werden. Der dritte Grund: Die Mehrheit der bisherigen AGG-Verfahren kam gar nicht erst zur Verhandlung, weil sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf außergerichtliche Vergleichszahlungen – oft schon in fünfstelliger Höhe – geeinigt hatten.
„In der Regel“, so Frank Jansen, „sind bei solchen Vergleichen Stillschweige-Klauseln mit vereinbart. Deshalb werden solche AGG-Fälle in der Öffentlichkeit nicht bekannt.“
Policen gegen Ansprüche
Doch nun hat mit der R+V-Versicherung ausgerechnet der Konzern eine Klage am Hals, der seinen Kunden Versicherungspolicen gegen Schadensersatzansprüche wegen Diskriminierung anbietet. Der Prozess beginnt am Montag, 18. Februar.
Zur Sache
Das AGG sieht vor, dass im Arbeits- und Geschäftsleben niemand wegen seiner ethnischen Herkunft oder Rasse, seines Geschlechts oder Alters, seiner Behinderung, sexuellen Orientierung, Religion oder Weltanschauung benachteiligt werden darf.
In Deutschland sind die Möglichkeiten des AGG laut Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder noch viel zu unbekannt. Viele Opfer akzeptierten Diskriminierung etwa auf Grund Geschlecht oder Alter oft als „normal“, weil es eben immer so gewesen ist. Das AGG verbietet Arbeitgebern seit dem Sommer 2006, Beschäftigte wegen bestimmter Merkmale zu benachteiligen und verpflichtet sie, die Mitarbeiter vor Diskriminierung durch Kollegen, Vorgesetzte und auch Dritte – beispielsweise Kunden – zu schützen. Dazu gehört auch eine Schulung der Mitarbeiter über das AGG.
Viele Arbeitgeber haben sich allerdings schon auf andere Weise gewappnet. Gerüchten zufolge soll es bereits eine Schwarze Liste geben, die namentlich benannte Personen als „AGG-Hopper“ brandmarkt; also Angestellte, die ihre Chefs schon einmal mit dem Gesetz konfrontiert haben, ungeachtet der Tatsache ob es zu internen Vergleichen oder zu Gerichtsverhandlungen kam.
Dieser Liste will die DGADR in Kürze eine „Opferfibel“ entgegensetzen. Wer sich in seiner Firma diskriminiert fühlt, kann darin nachlesen, ob sein Fall in irgend einem Punkt Ähnlichkeiten mit der ganzen Palette vom Mobbing über schlichte Benachteiligung bis hin zur sexuellen Diskriminierung aufweist – und ob der Weg zum Anwalt geraten ist.
Mehr unter www.dgadr.org
Anlage AMR 21 zu Punkt 4
Als einer der wenigen Fernsehsender kümmert sich der WDR um das Schicksal von Mobbing-Opfern und zeigt die ganze Grausamkeit auf, die Menschen durch Menschen zugefügt wird. Und unsere Politiker sind immer noch der Meinung, ihre Gesetze würden reichen. Man kann nur hoffen, dass 2008 sich endlich die ein Ohr verschaffen können, die schon seit langem eine klare und einfache Gesetzesstruktur gegen Mobbing fordern und einen Handlungs- und Weisungsbefugten Ombudsmann, denn es zum Beispiel in der Schweiz gibt. hg
http://www.wdr.de/tv/markt/20071217/b_4.phtml
Mobbing: Albtraum am Arbeitsplatz (Folge 3), 10.12.2007
Mobbing in deutschen Unternehmen sorgt für Verluste in Milliardenhöhe. Gemobbte Mitarbeiter leisten nur noch einen Bruchteil, wenden ihre Kreativität gegen die eigene Firma oder werden schlicht krank. markt XL zeigt, wie man Mobbing frühzeitig erkennen und gegensteuern kann.
Von Ravi Karmalker
„An einem Samstagmorgen hatte ich dann diesen Zusammenbruch“, erinnert sich Klaus P., über zwei Jahre Hausmeister in einer Senioreneinrichtung. „Den Laden in Schuss halten“, war sein Motto, und er tat es gerne. Besonders der Kontakt zu den alten Menschen lag ihm am Herzen: „Da hat man natürlich schon kleine Freundschaften aufgebaut. Die Leute sitzen da in dem Altenheim und warten quasi auf den Tod. Die freuen sich über jeden, der mal stehen bleibt und nachfragt, wie es ihnen geht oder wie es früher war. Es ist eigentlich schade, dass ich da nicht mehr bin.“
Der Absturz kam mit dem neuen Bereichsleiter. Das Verhältnis geriet schon beim ersten Zusammentreffen in eine Schieflage: statt Höflichkeit negative Kritik - grundlos. „Er sagte, wir müssten unten im Keller nach der Heizung gucken, da wäre irgendetwas dran. Er ist mit mir in den Raum gegangen, und dann fing er an: Die Heizung sei nicht gewartet worden, was ich denn da gemacht hätte, ich sei schon zwei Jahre Hausmeister ... Und dabei habe ich selber gesehen, dass die gewartet worden ist und habe gedacht: Was will der eigentlich von mir? Der wollte seinen Druck irgendwie loswerden, das konnte man merken. Und dann ist er ausgeflippt.“
Klaus P. suchte sofort das Gespräch mit der Geschäftsführerin. Die wiegelte jedoch ab: Der Kollege sei neu, stünde unter Druck, das würde sich schon legen. Doch es kam anders. Egal was Klaus P. erledigte, der neue Bereichsleiter lauerte ihm regelrecht auf, putzte ihn täglich runter: Nichts war gut, nichts ging schnell genug. Als Hausmeister hatte Klaus P. vorher alle Aufgaben, auch den Einsatz von Fremdfirmen, eigenverantwortlich koordiniert. Plötzlich entschied man über seinen Kopf hinweg.
Damit nicht genug, drängte der neue Bereichsleiter den Hausmeister bald zu Aufgaben, die vertraglich nicht festgeschrieben waren. Dabei wurde Klaus P. bewusst Gefahren ausgesetzt, zum Beispiel an dem Tag, als er die Starkstromanlage reparieren sollte. Zum ersten Mal gab Klaus P. auf. Er ist kein Elektriker und wusste: Da droht Lebensgefahr! Aber genau das wurde ihm wiederum zum Vorwurf gemacht.
All das war offenbar Teil einer gezielten Zermürbungstaktik. Das ahnte Klaus P. damals noch nicht. Doch die Heimleitung hatte zu dem Zeitpunkt schon einen neuen, günstigeren Hausmeister in Aussicht und wollte, dass Klaus P. selbst kündigt. Mobbingexperte Prof. Dr. Pfaff kennt solche Methoden: „Ich glaube, der Fall ist ein Fall, den man überschreiben könnte mit ‚Feige Personalpolitik‘. Es geht darum, wer was macht und wie viele Leute noch in der Einrichtung sein sollen. Und man versucht jetzt, diese Personalpolitik zum Teil über Mobbing zu lösen, indem man praktisch darauf setzt, dass, wenn man jemandem das Leben schwer macht, er irgendwann aufgibt.“
Und genau das scheint hier der Fall gewesen zu sein. Mit der Heimleiterin hatte sich Klaus P. jahrelang gut verstanden. Doch auch sie schloss sich plötzlich der Kampagne gegen den Hausmeister an, erinnert sich Klaus P.: „Da saß sie vor mir und sagte, ich hätte meinen Job nicht im Griff, und wonach ich meine Aufgaben überhaupt erledigen würde. Ich fragte, wie das funktionieren soll, wenn ich doch keine Informationen kriege? Dann haben die mir noch eine Frist von 14 Tagen gegeben.“
Doch die Frist war reine Makulatur. Am gleichen Tag noch wurde Klaus P. mit einem neuen Kollegen konfrontiert, einem Freigänger, der über eine Rehabilitierungsmaßnahme an die Stelle gekommen war und den Träger des Seniorenheims genau genommen null Euro kostete. Klaus P., zu dem Zeitpunkt noch offiziell Hausmeister, wurde vom Neuen zur Hilfskraft degradiert.
Dass es sich hierbei um einen schweren Fall von Mobbing handelte, war Klaus P. nicht bewusst. Auch nicht, dass er sich Hilfe bei Antimobbing-Hotlines und Fachleuten hätte holen können. Stattdessen versuchte er durchzuhalten, hoffte, dass alles bald vorbeigehen würde. Das war ein Trugschluss. Knapp drei Monate später folgte der Nervenzusammenbruch. Nach mehrmonatiger Krankheit kündigte Klaus P. seinen Job - ohne Abfindung. Derzeit ist er Hartz-IV-Empfänger: „Das ist Wahnsinn, wenn man erkennt, dass die dich absägen wollen auf eine ganz linke Tour. Und wenn einem das bewusst wird, fällt man wie in ein Loch ... freier Fall!“
Mobbing: Albtraum am Arbeitsplatz (Folge 4), 17.12.2007
Von Ravi Karmalker
„Fünf Jahre habe ich Antidepressiva geschluckt, und an manchen Tagen habe ich gedacht, wenn du jetzt zur Arbeit gehst, das hältst du alles gar nicht aus. Das war die Hölle für mich! Und dann habe ich natürlich meinen Glauben gehabt, und der hat mir da schon sehr geholfen.“ So schildert Ursula W., Mitte 50, die jahrelangen persönlichen Anfeindungen, die sie im Job erfahren hat. Ihre Stellung als stellvertretende Abteilungsleiterin in einem Großmarkt war nicht ihr Traumjob. Damals war sie einfach nur froh, nach über einem Jahr Arbeitslosigkeit überhaupt eine Stelle gefunden zu haben.
Doch schnell wurde Ursula W. klar, dass ihre Vorgesetzte ein Problem mit ihr hatte. „Sie hat immer wieder über meine Haare gelästert und über meine Frisur. Ich sollte doch mal zum Friseur gehen, und mit welchen Klamotten ich denn rumlaufen würde. Aber irgendwie habe ich das auch nicht überbewertet, sondern habe gedacht, das wird schon wieder.“ Aber möglicherweise war es genau diese Haltung, die ihre Vorgesetzte auf die Palme gebracht hat. Jedenfalls hörte sie nicht auf, Ursula W. zu kritisieren und bei Dienstbesprechungen auch vor Kollegen lächerlich zu machen.
„Und dann ging es wirklich los: Ich würde die Kunden nicht richtig beraten, sei nicht ordentlich und würde im Prinzip meine Arbeit nicht richtig machen. Aber das stimmte doch alles gar nicht.“ Danach hatte es den Anschein, als hätten sich die Kollegen gegen sie verbündet. Jedenfalls wurde sie konsequent geschnitten. Verspottet wurde sie mal hinter vorgehaltener Hand, mal offen. Gegrüßt wurde sie auch kaum mehr.
Der Mobbingexperte Prof. Dr. Pfaff hat viele Fälle untersucht, in denen aus persönlichen Abneigungen regelrechte Mobbingkampagnen wurden. Er sagt dazu: „Es ist immer schwierig, wenn zwei Menschen nicht zusammenpassen, aber zusammenarbeiten müssen. Dann hat man grundsätzlich ein Problem. Aber man kann versuchen, die Sache professioneller aufzuziehen, dass man sagt, wir verstehen uns konkret nicht, aber versuchen, die Regeln einzuhalten.“ Doch ein solches Gespräch fand nie statt.
Stattdessen wurde aus persönlichen Animositäten schnell ein formelles Problem. Die Abteilungsleiterin trug ihre Kritik an Ursula W. der Geschäftsleitung vor. Die Betroffene erinnert sich: „Auf einmal bekam ich eine Abmahnung! Ich glaube, ich war in dem Moment wie vom Blitz getroffen, weil das alles gar nicht stimmte. Das war so was von erstunken und erlogen.“ Aber ihr Chef glaubte der Vorgesetzten mehr als ihr.
Der seelische Druck stieg. Aber kündigen wollte Ursula W. nicht, zu groß war die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Also wandte sie sich an die Gewerkschaft. Dort erfuhr sie, dass sie grundsätzlich gegen die Abmahnung vorgehen könne, es sei jedoch schwer, Mobbing nachzuweisen. Man riet ihr, ein Mobbing-Tagebuch zu führen. Doch zu diesem Zeitpunkt nahm Ursula W. schon Antidepressiva, kam den alltäglichen Pflichten gerade noch so nach. Zusätzlich noch ein Tagebuch zu führen, dazu fehlte ihr die Kraft. Schließlich brach sie zusammen. Ihr Hausarzt schrieb sie krank.
Insgesamt zog sich die Mobbingkampagne über mehrere Jahre hin, bis sie die dritte Abmahnung und schließlich auch die Kündigung bekam. Daraufhin ging Ursula W. zu einem Rechtsanwalt. Der handelte eine Abfindung und ein gutes Arbeitszeugnis aus. Rückblickend sagt Ursula W.: „Zwei Jahre war ich krankgeschrieben, das kann die Abfindung auch nicht wiedergutmachen. Jetzt versuche ich gerade, von diesen Antidepressiva runterzukommen. Vielleicht finde ich danach wieder einen Job.“
http://www.wdr.de/tv/markt/20071217/b_4.phtml
Mobbing: Albtraum am Arbeitsplatz (Folge 3), 10.12.2007
Mobbing in deutschen Unternehmen sorgt für Verluste in Milliardenhöhe. Gemobbte Mitarbeiter leisten nur noch einen Bruchteil, wenden ihre Kreativität gegen die eigene Firma oder werden schlicht krank. markt XL zeigt, wie man Mobbing frühzeitig erkennen und gegensteuern kann.
Von Ravi Karmalker
„An einem Samstagmorgen hatte ich dann diesen Zusammenbruch“, erinnert sich Klaus P., über zwei Jahre Hausmeister in einer Senioreneinrichtung. „Den Laden in Schuss halten“, war sein Motto, und er tat es gerne. Besonders der Kontakt zu den alten Menschen lag ihm am Herzen: „Da hat man natürlich schon kleine Freundschaften aufgebaut. Die Leute sitzen da in dem Altenheim und warten quasi auf den Tod. Die freuen sich über jeden, der mal stehen bleibt und nachfragt, wie es ihnen geht oder wie es früher war. Es ist eigentlich schade, dass ich da nicht mehr bin.“
Der Absturz kam mit dem neuen Bereichsleiter. Das Verhältnis geriet schon beim ersten Zusammentreffen in eine Schieflage: statt Höflichkeit negative Kritik - grundlos. „Er sagte, wir müssten unten im Keller nach der Heizung gucken, da wäre irgendetwas dran. Er ist mit mir in den Raum gegangen, und dann fing er an: Die Heizung sei nicht gewartet worden, was ich denn da gemacht hätte, ich sei schon zwei Jahre Hausmeister ... Und dabei habe ich selber gesehen, dass die gewartet worden ist und habe gedacht: Was will der eigentlich von mir? Der wollte seinen Druck irgendwie loswerden, das konnte man merken. Und dann ist er ausgeflippt.“
Klaus P. suchte sofort das Gespräch mit der Geschäftsführerin. Die wiegelte jedoch ab: Der Kollege sei neu, stünde unter Druck, das würde sich schon legen. Doch es kam anders. Egal was Klaus P. erledigte, der neue Bereichsleiter lauerte ihm regelrecht auf, putzte ihn täglich runter: Nichts war gut, nichts ging schnell genug. Als Hausmeister hatte Klaus P. vorher alle Aufgaben, auch den Einsatz von Fremdfirmen, eigenverantwortlich koordiniert. Plötzlich entschied man über seinen Kopf hinweg.
Damit nicht genug, drängte der neue Bereichsleiter den Hausmeister bald zu Aufgaben, die vertraglich nicht festgeschrieben waren. Dabei wurde Klaus P. bewusst Gefahren ausgesetzt, zum Beispiel an dem Tag, als er die Starkstromanlage reparieren sollte. Zum ersten Mal gab Klaus P. auf. Er ist kein Elektriker und wusste: Da droht Lebensgefahr! Aber genau das wurde ihm wiederum zum Vorwurf gemacht.
All das war offenbar Teil einer gezielten Zermürbungstaktik. Das ahnte Klaus P. damals noch nicht. Doch die Heimleitung hatte zu dem Zeitpunkt schon einen neuen, günstigeren Hausmeister in Aussicht und wollte, dass Klaus P. selbst kündigt. Mobbingexperte Prof. Dr. Pfaff kennt solche Methoden: „Ich glaube, der Fall ist ein Fall, den man überschreiben könnte mit ‚Feige Personalpolitik‘. Es geht darum, wer was macht und wie viele Leute noch in der Einrichtung sein sollen. Und man versucht jetzt, diese Personalpolitik zum Teil über Mobbing zu lösen, indem man praktisch darauf setzt, dass, wenn man jemandem das Leben schwer macht, er irgendwann aufgibt.“
Und genau das scheint hier der Fall gewesen zu sein. Mit der Heimleiterin hatte sich Klaus P. jahrelang gut verstanden. Doch auch sie schloss sich plötzlich der Kampagne gegen den Hausmeister an, erinnert sich Klaus P.: „Da saß sie vor mir und sagte, ich hätte meinen Job nicht im Griff, und wonach ich meine Aufgaben überhaupt erledigen würde. Ich fragte, wie das funktionieren soll, wenn ich doch keine Informationen kriege? Dann haben die mir noch eine Frist von 14 Tagen gegeben.“
Doch die Frist war reine Makulatur. Am gleichen Tag noch wurde Klaus P. mit einem neuen Kollegen konfrontiert, einem Freigänger, der über eine Rehabilitierungsmaßnahme an die Stelle gekommen war und den Träger des Seniorenheims genau genommen null Euro kostete. Klaus P., zu dem Zeitpunkt noch offiziell Hausmeister, wurde vom Neuen zur Hilfskraft degradiert.
Dass es sich hierbei um einen schweren Fall von Mobbing handelte, war Klaus P. nicht bewusst. Auch nicht, dass er sich Hilfe bei Antimobbing-Hotlines und Fachleuten hätte holen können. Stattdessen versuchte er durchzuhalten, hoffte, dass alles bald vorbeigehen würde. Das war ein Trugschluss. Knapp drei Monate später folgte der Nervenzusammenbruch. Nach mehrmonatiger Krankheit kündigte Klaus P. seinen Job - ohne Abfindung. Derzeit ist er Hartz-IV-Empfänger: „Das ist Wahnsinn, wenn man erkennt, dass die dich absägen wollen auf eine ganz linke Tour. Und wenn einem das bewusst wird, fällt man wie in ein Loch ... freier Fall!“
Mobbing: Albtraum am Arbeitsplatz (Folge 4), 17.12.2007
Von Ravi Karmalker
„Fünf Jahre habe ich Antidepressiva geschluckt, und an manchen Tagen habe ich gedacht, wenn du jetzt zur Arbeit gehst, das hältst du alles gar nicht aus. Das war die Hölle für mich! Und dann habe ich natürlich meinen Glauben gehabt, und der hat mir da schon sehr geholfen.“ So schildert Ursula W., Mitte 50, die jahrelangen persönlichen Anfeindungen, die sie im Job erfahren hat. Ihre Stellung als stellvertretende Abteilungsleiterin in einem Großmarkt war nicht ihr Traumjob. Damals war sie einfach nur froh, nach über einem Jahr Arbeitslosigkeit überhaupt eine Stelle gefunden zu haben.
Doch schnell wurde Ursula W. klar, dass ihre Vorgesetzte ein Problem mit ihr hatte. „Sie hat immer wieder über meine Haare gelästert und über meine Frisur. Ich sollte doch mal zum Friseur gehen, und mit welchen Klamotten ich denn rumlaufen würde. Aber irgendwie habe ich das auch nicht überbewertet, sondern habe gedacht, das wird schon wieder.“ Aber möglicherweise war es genau diese Haltung, die ihre Vorgesetzte auf die Palme gebracht hat. Jedenfalls hörte sie nicht auf, Ursula W. zu kritisieren und bei Dienstbesprechungen auch vor Kollegen lächerlich zu machen.
„Und dann ging es wirklich los: Ich würde die Kunden nicht richtig beraten, sei nicht ordentlich und würde im Prinzip meine Arbeit nicht richtig machen. Aber das stimmte doch alles gar nicht.“ Danach hatte es den Anschein, als hätten sich die Kollegen gegen sie verbündet. Jedenfalls wurde sie konsequent geschnitten. Verspottet wurde sie mal hinter vorgehaltener Hand, mal offen. Gegrüßt wurde sie auch kaum mehr.
Der Mobbingexperte Prof. Dr. Pfaff hat viele Fälle untersucht, in denen aus persönlichen Abneigungen regelrechte Mobbingkampagnen wurden. Er sagt dazu: „Es ist immer schwierig, wenn zwei Menschen nicht zusammenpassen, aber zusammenarbeiten müssen. Dann hat man grundsätzlich ein Problem. Aber man kann versuchen, die Sache professioneller aufzuziehen, dass man sagt, wir verstehen uns konkret nicht, aber versuchen, die Regeln einzuhalten.“ Doch ein solches Gespräch fand nie statt.
Stattdessen wurde aus persönlichen Animositäten schnell ein formelles Problem. Die Abteilungsleiterin trug ihre Kritik an Ursula W. der Geschäftsleitung vor. Die Betroffene erinnert sich: „Auf einmal bekam ich eine Abmahnung! Ich glaube, ich war in dem Moment wie vom Blitz getroffen, weil das alles gar nicht stimmte. Das war so was von erstunken und erlogen.“ Aber ihr Chef glaubte der Vorgesetzten mehr als ihr.
Der seelische Druck stieg. Aber kündigen wollte Ursula W. nicht, zu groß war die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Also wandte sie sich an die Gewerkschaft. Dort erfuhr sie, dass sie grundsätzlich gegen die Abmahnung vorgehen könne, es sei jedoch schwer, Mobbing nachzuweisen. Man riet ihr, ein Mobbing-Tagebuch zu führen. Doch zu diesem Zeitpunkt nahm Ursula W. schon Antidepressiva, kam den alltäglichen Pflichten gerade noch so nach. Zusätzlich noch ein Tagebuch zu führen, dazu fehlte ihr die Kraft. Schließlich brach sie zusammen. Ihr Hausarzt schrieb sie krank.
Insgesamt zog sich die Mobbingkampagne über mehrere Jahre hin, bis sie die dritte Abmahnung und schließlich auch die Kündigung bekam. Daraufhin ging Ursula W. zu einem Rechtsanwalt. Der handelte eine Abfindung und ein gutes Arbeitszeugnis aus. Rückblickend sagt Ursula W.: „Zwei Jahre war ich krankgeschrieben, das kann die Abfindung auch nicht wiedergutmachen. Jetzt versuche ich gerade, von diesen Antidepressiva runterzukommen. Vielleicht finde ich danach wieder einen Job.“
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