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Montag, 27. Oktober 2008

Die aktuelle Antimobbingrundschau 22

Inhaltsverzeichnis:
1. Erklärung
2. ..danach war Schicht im Schacht
3. Milan, Mobbing-Opfer von VW
4. Nochmals der Buchtipp

1. Erklärung in eigener Sache
Leider gab es bei der Versendung der letzten Ausgabe Probleme, teilweise wurden die Mailanschriften doppelt in die Anschriftenliste kopiert. WIR haben daraufhin einfach nach dem 10. Versuch die Versendung eingestellt, denn sonst hätten einige Empfänger 20 Mal die gleiche Mail erhalten. Alle Ausgaben sind auf der Internetseite www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.de in einem eigenen Blog archiviert und können dort abgerufen werden.

2. Mobbing-Opfer sind vielfach ein Leben lang ausgegrenzt oder „danach war Schicht im Schacht“
Auch wenn es die Politiker in ihren Wellness- und Freizeitanlagen, den so genannten Parlamenten nicht wahr haben wollen, Mobbing-Opfer sind oft einen Arbeitsleben lang aus den normalen Berufsleben ausgegrenzt. Insbesondere ist dies dann der Fall, wenn sich die Opfer gegen die Schikane und Ausgrenzungsmaßnahmen öffentlich und unter Nennung ihres Namens gewehrt haben. Ob sie sich nun an die Presse oder die Rundfunkanstalten gewandt haben, oder eben heutzutage im Internet aktiv werden.
Dies ist im Fall von Hardy Riedel eine Tatsache, der seinen gesamten Mobbingvorgang im Internet unter http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/index.php?id=315 ins Net gestellt hat, oder etwa Detlev Lengsfeld mit seiner bemerkenswerten Seite des http://www.mobbing-gegner.de/. Fälle die uns alle seit Jahren bekannt sind und für die Betroffenen und ihre Familien eine Existenz vernichtende Form angenommen haben, die sich auch in dem Fall Milan Petrovic wieder finden, der in dieser Ausgabe besonders behandelt werden soll, denn es stehen wichtige Termine an.
Gravierend ist auch der Mobbingfall Rainer Beutler von VW, der nun bald über 10 oder 12 Jahre ihm und seiner Familie keine Ruhe lässt. Nur der Staatsanwalt, der eigentlich zur Ermittlung nach der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflicht ist, hat sich aus dem Staub gemacht, in dem einfach nun die Akten der Beweisführung verloren gegangen sein sollen. Ein Vorgang der im Falle von Korruption und Mobbing immer häufiger auftritt, so als gäbe es eine besondere Form der Alterskrankheiten für Beamte in diesem Bereich, den so genannten Juristenalzheimer.
Und nimmt man den Fall von Quetsche2000, der vor etwa 25 Jahren sich gegen Mobbing und Schikane am Arbeitplatz gewehrt hat und schon damals an die Presse sich wendete und daraufhin nie wieder in seinem damaligen Beruf Tritt fassen konnte, kann es einem nur noch Übel werden. Deutschland ist und bleibt das Land Nummer Eins, wenn es um Menschenrechtsverletzungen, Verbot der freien Meinungsäußerung und Schutz der Täter von Mobbing durch fehlende Gesetzregelungen geht.
Von daher wäre eine Langzeitstudie schon längst fällig, gerade im Lande der großen Wissenschaftler wie Einstein, Habermas, Nitsche, Hegel, Marx, Leibnitz, Weber, Horkheimer, Bloch, Leymann und und und. Doch weit gefehlt, es wird der ganze Dreck des Mobs einfach unter den Teppich gekehrt und auf Politparkinson gemacht, insbesondere von den Politikern die in der Zwischenzeit eigentlich schon als Ursache für Mobbing genannt werden können. Dies hat auch Leymann zu spüren bekommen, der in den 90er Jahren seinen Kampf für die Opfer von Mobbing durch Krebs wohl verloren hat, was viele vermuten, auch wenn die Genetiker diesen Zusammenhang immer wieder bestreiten wollen. Doch auch sie werden wie die Anhänger der Elitentheorie, wonach es Menschen gibt, die von Geburt durch Gott oder die Evolution an besonders ausgewählt worden seien, an der Wahrheit zerbrechen. Bei der Elitetheorie war es die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes, die die Wahrheit ans Licht brachte, es gibt kein Elitegen, um es verkürzt zu formulieren.
Doch eine Langzeitstudie zu Mobbingopfern wird uns genauso verwehrt bleiben wie die klaren Normen in der Rechtssprechung und unabhängige Arbeitsgerichte. Hier ist Deutschland auch die Nummer Eins, eben im Versagen.
Nun zurück zum Fall von Quetsche 2000, der uns folgendes mitteilt und klar macht, das sogar die Lage für Mobbingopfer sogar in den letzten Jahren noch grotesker geworden ist, denn selbst mit dem Gnadenbrot Abfindung hat man durch die Besteuerung den Opfern eine zusätzliche Demütigung aufgebürdet. Denn jetzt finanzieren die Opfer sogar noch die Täter und die versagenden Behörden mit, was wohl in Europa einmalig sein dürfte.
Quetsche beschreibt seinen Fall so:
>> Ja, ich habe meine Ausbildung zum Stahlformenbauer 1972 begonnen und 1976 erfolgreich beendet.
Seinerzeit hatte der Lehrlingssprecher ein enormes Gewicht im Betrieb, als wir einen Ausbilder hatten, der zuvor bei der Bundeswehr gewesen ist, als Zeitsoldat.
Total durchgeknallt, meinte dieser Ausbilder, er könnte die Lehrlinge allesamt psychisch terrorisieren. Nach fast 2 Jahren Terror-Lehrzeit wurde der Mann dann in eine andere Abteilung versetzt, und wir hatten unsere Ruhe.
Heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor Ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.
Ich selber habe das 1988 erlebt, als ich Mobbing und Gesundheitsgefährdende Missstände gemeldet hatte. Wenige Monate (später) wurde ich fristlos gefeuert, schaltete die Presse ein, ging vor das Arbeitsgericht usw. Zwar bekam ich damals eine saftige Abfindung mit allem Drum und Dran, und die Presse berichtete groß darüber, aber danach war Schicht im Schacht.
Kein Arbeitgeber wollte mich mehr haben.
So sieht die traurige Realität in der Scheindemokratie Deutschland aus.
Von daher wundert mich nicht, dass sehr viele Menschen eingeschüchtert sind, weil sie Angst vor dem sozialen Fall haben. Damit verbunden wäre dann auch noch die Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Deutschland ist ein Saustaat!!!
Quetsche2000
https://www.forum.fr-online.de/forum/<<
Und wenn man die Antwort der Vorsitzenden des Wellness- und Freizeitparks Bundestagspetitionsausschusses und Mitglied der Linken mit einem Fraktionsvorsitzenden namens Gysi dem Schaumschläger auf die Petition 4-16-11-803-018482 liest, da sieht man dann nicht Pferde vor der Apotheke abkotzen, sondern ganze Rudel von Langhalsdinosaurier. Auszug aus der Petition: „Obwohl einige europäische Staaten – beispielsweise Frankreich oder Schweden – Mobbing-Schutzgesetze als probates Mittel ansehen, erachtet der Ausschuss ein spezielles Anti-Mobbing-Gesetz nicht für sinnvoll.“ Genau meine Damen und Herren aus dem Freizeit- und Wellnesspark Bundestag, das ist eben der Unterschied, weshalb das Dritte Reich und die Mauer in Deutschland zustande kamen und neben nicht in Frankreich oder Schweden, denn diese Demokraten haben verstanden, egal ob nun rechts oder links, wann der Spaß aufhört und der Schutz der Würde des Menschen beginnt.

3. Milan Petrovic kämpft um seine und die Existenz seiner Familie.
Schon über vier Jahre dauert der grausame Kampf von Milan gegen die geballte Macht eines Konzerns namens VW. Erinnert seit hier nur nochmals am Rande an die anderen Mobbing-Opfer von VW. Auf der Internetseite von WIR http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com, der Plattform für alle Bürgerrechtler und –initiativen haben wir die letzten Mails von Milan veröffentlicht und möchten daher nur noch mit Auszügen die Grausamkeit darstellen, mit der ein Opfer sich auch nach Jahren noch herum schlagen muss. In Milans Worten lautet das so, „nach fast 4 Jahren bin ich an einem Punkt angelangt, wo mir die Energie fehlt, weiter zu kämpfen und auch so weiter zu leben. Wo es mir schwer fällt, auch nur einen normalen Gedanken zu haben. Wo es mir schwer fällt, nachts durchzuschlafen. Wo es mir schwer fällt die normalenDinge des Alltages zu erledigen. Wo es mir unmöglich ist Lebensfreude zu empfinden. Wo ich zunehmend an Angstattacken leide.“ http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/index.php?id=205
Und welch kriminelle Folgen Mobbing für eine ganze Familie haben kann zeigen folgende Worte von Milan, in denen er offen den Zustand seiner Familie im Jahre 2008, also vier Jahre nach den Mobbing-Attacken beschreibt. „Wir (meine Frau und ich) sind z. Z. aufs äußerste nervlich angespannt. Das generiert fast jeden Tag Streitigkeiten und Vorwürfe meiner Frau mir gegenüber. Meiner Frau ist nicht klar, in welch tiefem Grade ich mich in einer Depression befinde. Sie kann damit nicht umgehen. Ich kann ihr aber auch nicht zeigen, wie down ich bin, weil ich glaube, sie würde dann ebenfalls zusammenbrechen. Meine Tochter, wohnt nicht mehr bei uns, und wir halten sie aus allem raus und möchten sie damit nicht belasten. Sie ahnt nicht im Geringsten, wie es um uns bestellt ist.“
Wenn man dann das treiben der Politiker in den Wellness- und Freizeitparks, also den Parlamenten sich ansieht, versteht man langsam warum Deutschland sich hartnäckig weigert, Mobbing mit den Mitteln zu bekämpfen, die es verdient, nämlich mit den Regelungen im Strafgesetzbuch. Denn gerade die Fälle von Mobbing offenbaren in aller Deutlichkeit, wie Politik indirekt und direkt mit Mobbing operiert, schließlich ist der Ministerpräsident von Niedersachen im Aufsichtsrat des global tätigen Konzerns VW. Doch was macht dieser Herr, der stolz darauf ist, dass seine Koalition nur 30 % der Wahlberechtigten Bürger gewählt haben, eigentlich als Christ gegen Mobbing. Klar, wie alle Politiker Nichts oder er übt auch im Notfall schon mal sein Rechts als Aufsichtsratsmitglied, aber eben nicht bei Mobbing, egal wie oft im die Opfer schreiben oder Milan es getan hat in den letzten vier Jahren. Feine Demokraten haben wir hier im Land.
Nun hat sich aber auch schon die bekannte Mobbing-Beraterin Ricarda Margit Rolf ganz konkret sich um die Mobbing-Fälle bei VV gekümmert und ist auch intensiv mit dem Fall Milan beschäftigt. Sogar der bekannte Hr. Ferdinand Piech wurde mit Details in einem konkreten Mobbing-fall auf der letzten Hauptversammlung konfrontiert. Doch wie immer bei den Herren aus der Wirtschaft, entdecken sie plötzlich die Vorliebe die schon Staatsanwälte und Politiker ständig anführen, sie können sich nicht erinnern, also quasi das schon bekannte Symptom „Juristenalzheimer“.
Auf ihrer Internetseite veröffentlicht Ricarda Rolf ihre Beitrag zur „Hauptversammlung 2008. (Hier) wurde Piech mit Details eines Mobbing-Falles konfrontiert. Es ging um einen an Dr. Ferdinand Piech - persönlich - gerichteten Brief und seine Folgen. Piech konnte sich nicht erinnern! Er beantwortete daher auch meine Fragen nicht. Daher gab ich meinen Widerspruch beim Notar zu Protokoll, wie übrigens auch viele andere Aktionäre, deren Fragen Piech nicht beantwortet hat.“ Und Sie hat darüber hinaus ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen die sich unter http://www.mobbing-zentrale.com/news.php finden.
Es bleibt zu hoffen, dass sich nun nicht nur Hr. Fuchs bei Milan melden:
„De: Fuchs, Volker (K-GL-S)
[mailto:volker.fuchs@volkswagen.de]
Enviado el: Dienstag, 15. April 2008 10:43
Para: milanpetrovicCC:
Fabian, Frank, Dr. (K-GL-S)Asunto:
AW: erneuter Vorschlag zur Einigung
Sehr geehrter Herr Petrovic,
bezugnehmend auf Ihr Mail vom 12.04.2008 (erneuter Vorschlag zur Einigung) bleibt es bei unserer Mitteilung aus dem Mail vom 30.01.2008, wonach keine rechtliche Verpflichtung für eine weitere Einigung besteht. Das Verfahren ist durch den gerichtlichen Abfindungsvergleich vom 14.03.2006 abgeschlossen. Im Vergleich ist ausdrücklich festgeschrieben, dass aus dem Arbeitsverhältnis keine weiteren wechselseitigen finanziellen Ansprüche mehr bestehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir über die, im Rahmen dieses Vergleiches gewährte Abfindungssumme hinaus keine weiteren Zahlungen leisten können. Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass Sie auch nach Ihrem Ausscheiden aus der VW AG Leistungen von uns erhalten haben. So wurde Ihnen auf unserer Veranlassung über PWC Barcelona Unterstützung bei der Steuerveranlagung gewährt. Ferner wurden Ihnen zustehende Leistungen aus der U-Kasse und Zuschüsse zum Krankengeld gewährt. Sollte darüber hinaus für weitere Zeiträume Krankengeld gewährt werden, werden wir die Zuschusszahlungen leisten, soweit die sonstigen Anspruchsvoraussetzungen vorliegen.“
Eindeutiger kann wohl ein Eingeständnis nicht sein, wenn es um ein Mobbing-Opfer geht. Und man erkennt sofort die fatale Rechtslage der so genannten Vergleichsphilosophie der deutschen Arbeitsrechtssprechung. Hier kaufen sich die Täter ohne Skrupel und Moral von ihrer Verantwortung frei, unterstützt wird dies durch eine desolate Gesetzgebung und schon können die Täter sich das nächste Opfer schnappen. Ein wahrer Nährboden für Mobber, der sich da über Jahrzehnte in der Arbeitsgesetzgebung verankert hat.
Und wenn man dann noch die Bemühungen von Ricard Rolf beachtet, die sich an die Hauptversammlung gewandt hat, um endlich Opfern ihr Recht zukommen zu lassen, fragt man sich eigentlich, was machen denn die Betriebsräte und ihre so geliebte Gewerkschaft. Denn es soll ja so was wie Mitbestimmungsrechte und –organe, sowie ein Betriebsverfassungsgesetz geben. Ehrlich gesagt in den Worten von Quetsche 2000, „heute ist es doch so, egal ob der Betriebsrat vor Ort, der Jugendvertreter, oder selbst die Gewerkschaften, viele "Kollegen" stecken mit dubiosen Arbeitgebern unter einer Decke, schleimen, lassen sich kaufen, und verraten dann kritische Kollegen.“ Und bei VW war es ein Herr Peter Hartz, der wusste wie man die Jungs vom Betriebsrat und der Gewerkschaft zufrieden stellt. Erinnert sich noch jemand daran oder gar an die Namen?
Nur Milan kann einfach nicht mehr zurück finden in ein Leben, das er in Würde hatte, bevor der Mob ihn zum Opfer erkoren hatte. Und so dreht sich das Rad immer schneller, nicht nur für Milan, sondern für alle Opfer in Deutschland, die dem Mob zum Fraß vorgeworfen wurden. 3000 Menschen beenden freiwillig ihr Leben um dem Wahnsinn Mobbing zu entgehen, die Versuche wurden schon statistisch gar nicht erfasst und bei ca. 3 bis 5,7 Millionen kann man nur ahnen, welche Dimension diese permanente Strategie der Menschenrechtsverletzungen durch die Täter Jahr für Jahr angerichtet werden.
Von daher ist der von Ricarda Rolf und Milan beschrittene Weg über die Hauptversammlung ein wichtiger Baustein, wie sich gerade Mobbing-Opfer von Aktiengesellschaften zusätzlich wehren können, die AMR wird dazu in der Nummer 23 Lösungswege aufzeichnen und mit helfen, dass diese Möglichkeit bekannt wird.

4. Nochmals der Buchtipp
In der Zeit meiner Krankheit habe ich wieder die Gedichte entdeckt, Kurt Tucholsky und einen unbekannten Autor von heute, Harald Bulling mit seinem Gedichtband, Meine Zeit, erschienen im Hofhaus Verlag Berlin, ISBN 3-00-015851-0, in der Reihe „Gedichte Heute“.
In unserer schnelllebigen Zeit, in der Alles in SMS-Zeit und Klickmentalität stattfinden muss, sind Gedichte wieder das mittel um die Kurzzeitmenschen zur Besinnlichkeit anzuhalten.
Aus dem Vorstellungstext des Gedichtbandes und des Autors ein kurzer Auszug:
„ 2003 war ein heißes Jahr, das unser Leben alle stark beeinflusst hat.....(so der) Irakkrieg, seine Vorbereitung und schließlich der Verlauf...werden kritisch beleuchtet“.
Mal gespannt, ob mein Brief an den Autor fruchtet und wird bald Gedichte zum Thema Mobbing in den Händen halten können.
hg





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Die besten und kreativsten Links des Jahres 2008:
http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/
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http://bakischule.blog.de/
http://www.korrupte-justiz.com/oberjustizkasse.htm

Sonntag, 19. Oktober 2008

Die aktuelle Antimobbing-Rundschau 05

Inhaltsverzeichnis:
1. Wer sagt`s denn?
2. Neues zum Fall VW
3. Wo wegschauen zum Alltag wird, nur dort kann so was ....
4. ”Demokratismus, Terrorismus und Weltherrschaft”
5. Und wenn der Mob privat wird, dann geht es erst zur Sache!
6. Grundrecht auf Ausbildung, mach mit!
7. Die Idee der Tauschringe.
Im Anhang:
AMR 05, 06 Grundrecht auf Ausbildung



1. Wer sagt`s denn?
Hat mal wieder das „dumme“ Volk geglaubt, es gehe hier um einen sozialen Wert, nämlich den des Mindestlohnes. Pustekuchen, sagt sich nicht nur Dr. Zumwinkel, jetzt wird erst mal zugelangt. Aufgefallen ist nur er, weil er halt das größte Paket hatte, an Aktien natürlich unter dem Kreis der Auserwählten bei der Deutschen Post World Net/DHL. Und was ist bitte mit den Anderen? Da würden sich viele wundern, welche Namen da ans Tageslicht kämen.
Doch zurück zum Mindestlohn, und das gerade bei der Post, wo noch zig tausende Beamte vom Schützen „Arsch“ bis zum Personalvorstand Beamte sind. Ehrlich, welcher Beamte bekommt eigentlich einen Stundenlohn? Wo bitte liegt in diesem Land die Vernunft begraben?
Der Trick mit den 9 – 10 Euro ist einfach, denn es wird ja nicht gesagt wie viel Stunden darf der Briefträger im Monat arbeiten, also der, der keine Ausbildung hat und sich im Status Arbeitnehmer befindet. 25 Stunden in der Woche, 30 Stunden in der Woche oder 35 oder 40?
Schon hier liegen die beiden nächsten Fußfallen. Einmal bezieht sich der berühmte Postmindestlohn auf Facharbeiter, doch welcher Briefträger ist das heute noch bei Zumwinkels Aktienshowpommesbude, genannt DHL oder DPWN? Und dann werden immer mehr Arbeitsnehmer unterhalb der Monatssollzeit von 170 Stunden beschäftigt, also 120 wird in zwei Jahren die Regel sein. Für wie dumm halten eigentlich Politiker das Fußvolk?
Und bei 120 im Monat kommt man gerade mal im Schnitt auf 1200 Euro brutto und was bleibt dann bitte netto in der Tasche? Aus Frankreich kennen wir das Problem, dort hat man den Mindestlohn auf die monatliche Arbeitszeit und das erzielte Einkommen pro Monat fixiert, mit dem besonderen Status, dass jedes Jahr eine Anpassung an die Inflationsreihe erfolgen soll.*
Wie das 10 Euro Modell in Berlin aussieht, der neuen Heimat von Frau M. und Bundeskanzlerin wird uns Tag für Tag vorgeführt.
Da werden Menschen als Leiter in den Bezirksämtern der Stadt im Bereich Altenbetreuung in Demenzwohngemeinschaften zu einem Stundenlohn für 10 Euro (brutto) beschäftigt, dürfen aber nur 120 Stunde arbeiten, damit sie ja nicht dem Hartz IV Niveau entkommen.
Preisfrage: Wer möchten Sie bitte 2008 sein, Chef der Aktienpommesbude DHL/Post oder Leiter einer Wohngemeinschaft mit Demenzpatienten?
Lsg: Politiker im Wellnesszentrum Deutscher Bundestag, dann sind sie Beamter und haben Anspruch auf Pension, dann geht Ihnen das Problem Mindestlohn glatt weg am A... vorbei!
Teil 1.
Der Chef persönlich langt mal ordentlich zu: „Zumwinkel hatte mit Datum von Montag 200.640 Aktien-Optionen des eigenen Unternehmens an der Börse verkauft und dafür insgesamt rund 4,73 Millionen Euro eingenommen. Der Wert der Aktien war nach der Entscheidung für den Post-Mindestlohn gestiegen.“
Aus: http://magazine.web.de/de/themen/finanzen/wirtschaft/5046422-Post-Chef-nach-Aktienverkaeufen-in-der-Kritik,cc=000005549900050464221x5buh.html


2. Neues zum Fall VW, Volker und Mobbing.
Eine neue oder alte Sachlage ergibt sich zu VW, dem Prozess und Volkers. Warum hat der Staatsanwalt nicht schon vor Jahren ermittelt? Wie viel an Vertrauen können wir da noch den Behörden einräumen?
Viele Mobbingopfer mussten diese grausame Erfahrung machen, dass Arbeitsrichter versagen oder Gefälligkeitsurteile sprechen, dann die Petitionsausschüsse nicht in der Lage sind zu arbeiten. Und dann das Problem Staatsanwaltschaft und Ermittlungsverfahren, wie tief sind wir in diesem lande schon gesunken? Ein Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn würde uns alle erschrecken, deshalb lässt man es auch und wissenschaftliche Untersuchungen gibt es schon gar keine.
Man kann nur hoffen und beten, dass diesmal ein Staatsanwalt zu mindestens Mal seine Aufgabe wahrnimmt. Schließlich haben wir Weihnachten und da sollen ja bekanntlich Wunder geschehen.
Viel Erfolg den VW`lern bei ihrem jahrelangen Kampf um die Würde des Menschen und gegen Mobbing.
Und dazu noch passend eine Videoaufzeichnung vom NDR zu VW
http://en.sevenload.com/videos/7WTxwVh/ & https://freemailng5201.web.de/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Ftinyurl%2Ecom%2F35ythu



3. Wo wegschauen zum Alltag wird, dort nur kann so was ....
Plauen (dpa) - Auf dem Balkon einer Wohnung in Plauen ist am Mittwoch eine weitere Babyleiche gefunden worden. Auch dieses tote Kind wird mit der 28 Jahre alten Mutter in Verbindung gebracht, bei der in den vergangenen Tagen bereits die Leichen zweier Babys entdeckt worden waren.*
Darry (dpa) - Grausige Familientragödie mit fünf toten Kindern in einem Dorf in Schleswig-Holstein: Am Mittwochnachmittag fand die Polizei in dem 450-Einwohner-Ort Darry im Kreis Plön die Leichen der drei bis neun Jahre alten Jungen in dem Einfamilienhaus der Familie.
Entnommen aus: http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/panorama/gewalt/5057994-Fuenf-Kinder-in-Schleswig-Holstein-getoetet,cc=0000055079000505799413H1SD.html
4. ”Demokratismus, Terrorismus und Weltherrschaft”
Interessant ist, wie 1910 Francis Delaisi* den schönen Satz geschrieben hat: „Dass es dem Großkapitalismus gelungen ist, aus der Demokratie das wunderbarste, biegsamste Werkzeug zur Ausbeutung der Gesamtheit zu machen. Man bildet sich gewöhnlich ein, die Finanzleute seien Gegner der Demokratie – schreibt der betreffende Mann -, ein Grundirrtum. Vielmehr sind sie deren Leiter und bewusste Förderer. Denn diese –die Demokratie nämlich- bildet die Spanische Wand, hinter welcher sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen die etwaige Empörung des Volkes.“ Da hat einmal einer, der aufgewacht ist, gesehen, wie es nicht darauf ankommt, von Demokratie zu deklamieren, sondern wie es darauf ankommt, die Wirklichkeit zu durchschauen… von wie wenigen Zentren aus die Ereignisse heute eigentlich gelenkt und geleitet werden… Die Menschen können ja auch nicht auf diese Dinge hören, denn es wird begraben von dem – nun, eben von dem von der Presse beherrschten Leben… Rudolf Steiner GA 117, 28.10.1917.
*Francis Delaisi, „La Democratie et les Finaciers“, 1910 (Die Demokratie und die Finanzwelt)
Beitrag von F. Neubauer
5. Und wenn der Mob privat wird, dann geht es erst zur Sache!
Moscheegegner drohen Grüner mit Mord
Eine Stadtverordnete wird in Frankfurt mit Hetzbriefen überschüttet. Als
Rechte die Diskussion zu einer geplanten Moschee als
"Negerveranstaltung" bezeichneten, schoss sie zurück: Wem der
Migrantenanteil nicht passe, "kann ja anderswo wohnen"

AUS FRANKFURT AM MAIN KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT

Im Alter von 20 Jahren floh die in der Opposition aktive iranische
Studentin Nagress Eskandari vor dem Terrorregime der Mullahs nach
Deutschland.

Seit 1985 lebt die Atheistin und passionierte Kämpferin für eine
multikulturelle Gesellschaft in Frankfurt am Main. Sie ist promovierte
Psychologin, seit 2001 Stadtverordnete der Grünen und verheiratet mit
dem Psychoanalytiker Kurt Grünberg. Sie heißt jetzt Nagress
Eskandari-Grünberg. Und sie sagt von sich selbst, dass sie ein
"Musterbeispiel für eine gelungene Integration in die Frankfurter
Stadtgesellschaft" sei.

Seit vier Wochen sind Eskandari-Grünberg und ihr Ehemann allerdings
Ziele einer Hetzkampagne von Ausländerhassern, Islamophoben und
Antisemiten, die es so in der angeblich weltoffenen Stadt noch nie gab.
Nagress Eskandari-Grünberg bekommt Briefe, in denen ein Foto von ihr
liegt. Darunter steht: "An die Wand stellen! Und dann ..." Ihr
E-Mail-Postfach ist jeden Tag voll mit bösartigen Beleidigungen wie
"Moslemnutte" oder schlicht "Blöde Fotze". In rechtsextremistischen
Internetforen werden anonym Todesdrohungen verbreitet: "Du wirst in
Deinem Garten gesteinigt werden." Ein anderer anonymer Hetzer schreibt:
"Ihr kraushaariger Ehemann ist der Jude Grünberg." Und fügt hinzu,
Psychoanalytiker sei doch ein "typischer Judenberuf".

Der Aufhänger für die Hetze ist ein einziger Satz Eskandari-Grünbergs,
der ihr vor einem Monat in einer Sitzung des Integrationsausschusses des
Stadtparlaments herausrutschte. Es ging um den geplanten Moscheebau im
Frankfurter Stadtteil Hausen. In der sehr unsachlich geführten
Diskussion beklagten Gegner des Moscheebaus die "Überfremdung" in der
Stadt und wiesen wiederholt auf den ihrer Meinung nach "viel zu hohen
Ausländeranteil auch in den Kindergärten" hin. Als dann noch das böse
Wort von einer "Negerveranstaltung" fiel - der anwesende Dezernent für
multikulturelle Angelegenheiten ist ein Schwarzer -, platzte
Eskandari-Grünberg der Kragen: Rund 40 Prozent der Einwohner Frankfurts
seien nun einmal Migranten, rief sie laut in den Saal. Das sei eine
Tatsache. Und wem das nicht passe, "der kann ja anderswo wohnen".

Unmittelbar danach startete die Hetzkampagne. Kurt Grünberg regt
besonders auf, dass seine Frau aufgefordert wurde, doch zurück in "ihr
Mullahland" zu gehen. Schließlich sei sie doch gerade vor den
schiitischen Mullahs geflohen. Tatsächlich setzt sich Nagress
Eskandari-Grünberg auch kritisch mit dem schiitischen Moscheenverein
auseinander, der die umstrittene Moschee mit Rückendeckung aller
demokratischen Parteien im Stadtparlament unter Verweis auf die
grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit bauen will. Sie regte eine
Diskussionsveranstaltung "Frauen und Islam" an. Und der Moscheenverein
musste auch zu Gerüchten über Verbindungen zu radikalislamischen
Gruppierungen Stellung nehmen. Der Moscheenverein sei "erstaunlich
offen", konstatierte sie danach zufrieden. Aber sie werde seine
Aktivitäten weiter akribisch beobachten, kündigte Eskandari-Grünberg an.

Als Opfer sieht sie sich nicht: "Ich bin stark genug, das alles
auszuhalten, auch wenn meine Familie darunter sehr leidet." Und sie sei
nach wie vor "Frankfurterin aus Leidenschaft". Verletzt aber ist sie
schon. "Dass man auch nach mehr als 20 Jahren offenbar noch immer nicht
überall akzeptierter Teil dieser Stadtgesellschaft ist, war eine bittere
Erkenntnis", sagt sie. Und das sei ein Politikum. Eskandari-Grünberg
habe einer "aufgewiegelten Gruppe deutscher Bürger" doch nur den Spiegel
vorgehalten, kommentierte der Grünen-Stadtverordnete Uwe Paulsen ihre
Aussage. Schließlich seien es doch die Migranten in Deutschland, die
seit Jahrzehnten zur Auswanderung aufgefordert würden. Viele Frankfurter
sehen das genauso: Knapp 1.000 Bürger haben der Familie bereits Mails
mit Solidaritätsbekundungen geschrieben.
Entnommen aus der
TAZ: http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2007%2F12%2F05%2Fa0056&src=GI&cHash=92513e2eaf

6. Mach mit, was haben wir noch zu verlieren?
Der DGB hat eine Petition eingereicht, die man mit unterzeichen kann, es geht das „Grundrecht auf Ausbildung“. Aus der „Petition an den Deutschen Bundestag“ vom DGB: „Die berufliche Ausbildung bestimmt über die gesellschaftliche Teilhabe eines Jeden. Sie entscheidet maßgeblich darüber, ob wir ein Leben in Eigenregie führen. Sie ist ausschlagge bend für unsere Familienplanung. Sie schafft erst die Möglichkeit einen Beruf auszuüben und damit in finanzieller Unabhängigkeit zu leben.“
Der Link zur Petition: http://www.ausbildung-fuer-alle.de/petition/ausbildung_ins_grundgesetz/twfcs_checkingmailissent

7. Die Idee der Tauschringe.
Die Idee der Tauschringe kommt wieder in den Vordergrund, Ursache dürfte die verheerende Ausgrenzung mit Hartz IV sein. Bitte einfach den Link Patentrezept beachten.
Hinweis auf interessante Links:
http://www.patentrezept.de/


hg