Posts mit dem Label Mindestlohn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mindestlohn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 19. Oktober 2008

Die aktuelle Antimobbingrundschau 06

Inhaltsverzeichnis:
1. Und was kommt nun?
2. Neue Links aus dem Sumpf um VW und Hartz und Bodellen
3. Eine Frau, die die Hölle hinter sich hat lassen können.
4. Neues zur Mehrwerststeuer
5. Den Spruch sollten sich einige Leute über das Bett hängen!
6. Der Mobbing-Gegner hat eine neue Mitmachaktion gestartet
7. Schweizer Freunde bitten
8. Petitionen die Sie unterstützen können per Online
Im Anhang:
AMR 06, 01 zu Punkt Eins
AMR 06, 06 zu Punkt 6
AMR 06, 08 zu Punkt 8



1. Und was kommt nun?
Teil 2, der Mindestlohn
Um eine sachliche Debatte war man in Deutschland nie bemüht, das zeigt schon der Umgangston zum Mindestlohn. Es wird als ein Randproblem dargestellt, dass nur 10 %, dieser Gesellschaft betreffen würde. Die, die dies sagen wissen es besser wo die Titanic Deutschland hingesteuert werden soll. Der Mindestlohn stellt die Basis für alle Löhne dar, das heißt, in Zukunft werden alle Berufsanfänger, Umsteiger, Neueinsteiger die Erfahrung machen müssen, das ist die Meßlatte und ihr Lohn liegt kaum darüber. Vorbei die Zeit der Flexibilität, denn wer wechselt fällt weit zurück.
Und die Ausrede, wer unterhalb des Mindestlohns liege, könne sich ja beim Hartz IV Albtraumkarussell einen Zuschlag abholen um Miete und Aldipreise bezahlen zu können, verschweigt nur, dass er einen gesellschaftlichen Dumpinglohn propagiert. Die Unternehmer brauchen neue „Putzkolonnen“, die so genannten „Frontschweine“, die sich nicht wehren können und jede Drecksarbeit annehmen müssen, ob zumutbar oder nicht.
Dabei weiß man doch, dass die 10 Euro für eine Stunde nur der Lohn sein kann, der bei 170 Monatsstunden ausreicht um zu überleben, doch wer will so schon ein Leben lang nur existieren? Und was ist mit den Jobs, die nur noch zu einer Wochenarbeitszeit von 20, 28 und maximal 30 Stunden vergeben werden? Dies wird die Masse der Jobs sein, es werden sich noch viele wundern was in unserem Lande alles möglich ist. Wie wollen diese Kapazitäten freier Arbeitskräfte machen? Hierunter fallen auch immer mehr Facharbeiter und Akademiker ohne Vitamin B.
Nein, diese Diskussion um den Mindestlohn bei der Post zeigt gerade wie es nicht werden soll, ausgebildete Briefzusteller – was soll das bitte für eine Ausbildung sein, Briefe aus eine von der Maschine sortierten Menge an Briefen zu nehmen und diese entlang einer Straße in einen Briefkasten stecken? – die eine unqualifizierte Tätigkeit nach 3 ½ Jahre machen müssen, die eh 90 % schon heute ohne Ausbildung machen. Was bildet das für ein Selbstwertgefühl für einen Menschen?
Nein, der Ort, die Zeit, die Thematik und das Unternehmen ist falsch gewählt worden, denn in den Ländern mit einem Mindestlohn ist dieser einfach per Gesetz verabschiedet worden, denn dafür gibt es gewählte Volksvertreter. Und diese müssen nur dem Missbrauch vorbeugen und nicht irgendwelchen sinnlosen Parkzonen in Innenstädte per Gesetz oder Verordnung einzurichten. Ein kluges Parlament stellt Mindeststandards in einer Demokratie auf, und der Rest ist die Freiheit des Bürgers. Daher muss nur per Gesetz ein Nettolohn von 1200 Euro pro Monat verabschiedet, der für alle Erwerbstätigkeiten bei einer Monatsarbeitszeit von 170 Stunden gilt. Mehr nicht, keine filigranen Gesetzbruchstücke die kein Schwein versteht und schon gar nicht in der Realität umgesetzt werden. Die Welt ist einfach, man muss sie nur lieben und nicht Macht als Potenzersatz verstehen.
Teil 3 folgt.
HG

2. Neue Links aus dem Sumpf um VW und Hartz und Bordellen und und und
a) Hallo an alle,
ja Harry, der VW Skandal ist ein gängiges Beispiel was hier alles möglich ist.
Einen Link dazu habe ich auch:
http://www.welt.de/multimedia/archive/00454/vw_brief_454762a.pdf
b) Die Braunschweiger Zeitung hat am 07.12.07 erneut das Thema Mobbing und Rainer Beutler mit Kollegen aufgegriffen.
c) Eine Einladung von „damals“ zum Thema Mobbing hat uns Rainer Beutler zugeschickt, bei der Veranstaltung waren wohl viele Pressevertreter da und hätten schon damals mithelfen können den „Sumpf“ aufzuklären.
Div. Autoren

3. Eine Frau, die die Hölle hinter sich hat lassen können.
Der „Fall“ Natascha Kampusch geisterte Monate lang durch die Medien. Entführt von einem Mann als Kind, lebte sie Jahre lang als „Sexsklavin“ in einem Gefängnisloch unterhalb einer Garage. Am Rande kann man auch als Leser der Regenbogenpresse sagen, ein Fall von Mobbing?
Sicherlich nicht, denn das unvorstellbare Schicksal der heute jungen Frau Natascha Kampusch hat nur am Rande mit unserem Problem zu tun, eben dann, wenn es um das Profil der Täter geht. Menschen, die außerhalb jeder Wertvorstellung und Moral leben, oft in einem biederen Umfeld, dafür hinter der bürgerlichen Fassade eine kaputte und absolut inhumane Persönlichkeitsstruktur, so wie bei dem Peiniger der jungen Österreicherin.
Entscheidend für Mobbingopfer ist aber der Umgang der jungen Frau mit Ihrem Schicksal und ihrer Zukunft, demnächst moderiert sie eine Talksshow. Viel Erfolg von unserer Seite aus.
Der wichtige Link:
http://www.natascha-kampusch.at/
HG
4. Neues zur Mehrwertsteuer
„Ein Steuersystem, das die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr versteht, ist verfassungswidrig, sagt der Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhoff. Selbst hochspezialisierte Steuerberater verheddern sich regelmäßig im undurchdringlichen Gestrüpp Abertausender Verordnungen. Und was für den einzelnen Bürger am Ende herauskommt, grenzt immer häufiger an Willkür: Steuerzahler im Würgegriff der Finanzämter. Denn der Staat hat in jedem Fall den längeren Atem. Wir zahlen Lohnsteuer oder Einkommensteuer. Und von dem, was uns das Finanzamt lässt, greift es sich dann bei jedem Einkauf noch einmal einen Teil, die Mehrwertsteuer.Gerade erst wurde der Steuersatz erhöht. Der Staat ist äußerst kreativ, wenn es ums Geldeinsammeln geht.“ Von: www.steuern-grundrechte-blg.de
Und „seit dem 01.01.2002 ist das von den Finanzämtern angewendete Umsatzsteuergesetz nichtig, weil im Gesetzgebungsverfahren versäumt wurde, das zwingend vorgeschriebene Zitiergebot des Art. 19 I 2 GG zu beachten. Es hätte in das Umsatzsteuergesetz unter der Überschrift "Einschränkung von Grundrechten" der Passus "Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG ) wird nach Maßgabe dieses Gesetzes eingeschränkt" eingefügt werden müssen, weil durch das Hinzufügen des § 27b UStG (Umsatzsteuer-Nachschau ) das Umsatzsteuergesetz zu einem eigenständigen Ermächtigungsgesetz" erhoben werden sollte.
Von: http://www.hinkelbein.de/pdf/FA-Lidl-Rueckforderung.pdf
Der Link: http://steuern-grundrechte-blog.de/ und im Anhang die Aktion: Fa. Lidl und die Rückforderung
PB
5. Den Spruch sollten sich einige Leute über das Bett hängen!
„Am ersten Tag des neuen Schuljahres erhielten alle Lehrer einer Privatschule von ihrem Schulleiter folgenden Brief:
Lieber Lehrer,
Ich habe ein Konzentrationslager überlebt. Meine Augen haben Dinge gesehen, die kein menschliches Auge je erblicken sollte:
Gaskammern, erbaut von gebildeten Ingenieuren.
Kinder, vergiftet von wissenschaftlich ausgebildeten Ärzten.
Säuglinge, getötet von erfahrenen Kinderschwestern.
Frauen und Kinder, erschossen und verbrannt von ehemaligen Oberschülern und Akademikern.
Deswegen traue ich der Bildung nicht mehr.
Mein Anliegen ist: Helfen Sie Ihren Schülern, menschlich zu werden. Ihr Unterricht und Ihr Einsatz sollte keine gelehrten Ungeheuer hervorbringen, keine befähigten Psychopathen, keine gebildeten Eichmanns.
Lesen, Schreiben und Arithmetik sind nur wichtig, wenn sie dazu beitragen, unsere Kinder menschlicher zu machen.“
(Professor Haim Ginott 1974 in seinem Buch „Teacher & Child“. (Deutscher Titel: Takt und Taktik im Klassenzimmer).

Autor unbekannt

6. Der Mobbing-Gegner hat eine neue Mitmachaktion gestartet
Um die Politik nicht aus der Verantwortung zu entlassen hat der Mobbing-Gegner.de eine neue Mitmachaktion gestartet, einen offenen Brief an die Politiker, mit dem sie zu Mobbing Stellung beziehen müssen. Da 2008 wichtige Wahlen in Hessen, Niedersachsen und Bayern anstehen, ist die Aktion genau richtig.
Bitte den Anhang beachten: Offener Brief an alle Politiker, man findet ihn auch unter
http://mobbing-gegner.de/
HR. vom Mobbing-Gegner

7. Schweizer Freunde bitten
um Unterstützung für eine Schulprojekt in ... Im Anhang ihr Brief und Flugblatt.
Von W.G.
Flyer im Anhang
HG

8. Petitionen die Sie unterstützen können per Online
Über das Internet können noch zwei wichtige Petitionen unterstützt werden, bitte einfach über www.bundestag.de sich einklinken und durch surfen bis öffentliche Petitionen. Einmischen und mitmachen lohnt sich immer.
HG

Vermischtes, wichtige Links
http://mobbing-gegner.de/
www.steuern-grundrechte-blg.de
http://www.hinkelbein.de/pdf/FA-Lidl-Rueckforderung.pdf
http://www.natascha-kampusch.at/
http://www.welt.de/multimedia/archive/00454/vw_brief_454762a.pdf

HG, Ausgabe 06

Die aktuelle Antimobbing-Rundschau 05

Inhaltsverzeichnis:
1. Wer sagt`s denn?
2. Neues zum Fall VW
3. Wo wegschauen zum Alltag wird, nur dort kann so was ....
4. ”Demokratismus, Terrorismus und Weltherrschaft”
5. Und wenn der Mob privat wird, dann geht es erst zur Sache!
6. Grundrecht auf Ausbildung, mach mit!
7. Die Idee der Tauschringe.
Im Anhang:
AMR 05, 06 Grundrecht auf Ausbildung



1. Wer sagt`s denn?
Hat mal wieder das „dumme“ Volk geglaubt, es gehe hier um einen sozialen Wert, nämlich den des Mindestlohnes. Pustekuchen, sagt sich nicht nur Dr. Zumwinkel, jetzt wird erst mal zugelangt. Aufgefallen ist nur er, weil er halt das größte Paket hatte, an Aktien natürlich unter dem Kreis der Auserwählten bei der Deutschen Post World Net/DHL. Und was ist bitte mit den Anderen? Da würden sich viele wundern, welche Namen da ans Tageslicht kämen.
Doch zurück zum Mindestlohn, und das gerade bei der Post, wo noch zig tausende Beamte vom Schützen „Arsch“ bis zum Personalvorstand Beamte sind. Ehrlich, welcher Beamte bekommt eigentlich einen Stundenlohn? Wo bitte liegt in diesem Land die Vernunft begraben?
Der Trick mit den 9 – 10 Euro ist einfach, denn es wird ja nicht gesagt wie viel Stunden darf der Briefträger im Monat arbeiten, also der, der keine Ausbildung hat und sich im Status Arbeitnehmer befindet. 25 Stunden in der Woche, 30 Stunden in der Woche oder 35 oder 40?
Schon hier liegen die beiden nächsten Fußfallen. Einmal bezieht sich der berühmte Postmindestlohn auf Facharbeiter, doch welcher Briefträger ist das heute noch bei Zumwinkels Aktienshowpommesbude, genannt DHL oder DPWN? Und dann werden immer mehr Arbeitsnehmer unterhalb der Monatssollzeit von 170 Stunden beschäftigt, also 120 wird in zwei Jahren die Regel sein. Für wie dumm halten eigentlich Politiker das Fußvolk?
Und bei 120 im Monat kommt man gerade mal im Schnitt auf 1200 Euro brutto und was bleibt dann bitte netto in der Tasche? Aus Frankreich kennen wir das Problem, dort hat man den Mindestlohn auf die monatliche Arbeitszeit und das erzielte Einkommen pro Monat fixiert, mit dem besonderen Status, dass jedes Jahr eine Anpassung an die Inflationsreihe erfolgen soll.*
Wie das 10 Euro Modell in Berlin aussieht, der neuen Heimat von Frau M. und Bundeskanzlerin wird uns Tag für Tag vorgeführt.
Da werden Menschen als Leiter in den Bezirksämtern der Stadt im Bereich Altenbetreuung in Demenzwohngemeinschaften zu einem Stundenlohn für 10 Euro (brutto) beschäftigt, dürfen aber nur 120 Stunde arbeiten, damit sie ja nicht dem Hartz IV Niveau entkommen.
Preisfrage: Wer möchten Sie bitte 2008 sein, Chef der Aktienpommesbude DHL/Post oder Leiter einer Wohngemeinschaft mit Demenzpatienten?
Lsg: Politiker im Wellnesszentrum Deutscher Bundestag, dann sind sie Beamter und haben Anspruch auf Pension, dann geht Ihnen das Problem Mindestlohn glatt weg am A... vorbei!
Teil 1.
Der Chef persönlich langt mal ordentlich zu: „Zumwinkel hatte mit Datum von Montag 200.640 Aktien-Optionen des eigenen Unternehmens an der Börse verkauft und dafür insgesamt rund 4,73 Millionen Euro eingenommen. Der Wert der Aktien war nach der Entscheidung für den Post-Mindestlohn gestiegen.“
Aus: http://magazine.web.de/de/themen/finanzen/wirtschaft/5046422-Post-Chef-nach-Aktienverkaeufen-in-der-Kritik,cc=000005549900050464221x5buh.html


2. Neues zum Fall VW, Volker und Mobbing.
Eine neue oder alte Sachlage ergibt sich zu VW, dem Prozess und Volkers. Warum hat der Staatsanwalt nicht schon vor Jahren ermittelt? Wie viel an Vertrauen können wir da noch den Behörden einräumen?
Viele Mobbingopfer mussten diese grausame Erfahrung machen, dass Arbeitsrichter versagen oder Gefälligkeitsurteile sprechen, dann die Petitionsausschüsse nicht in der Lage sind zu arbeiten. Und dann das Problem Staatsanwaltschaft und Ermittlungsverfahren, wie tief sind wir in diesem lande schon gesunken? Ein Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn würde uns alle erschrecken, deshalb lässt man es auch und wissenschaftliche Untersuchungen gibt es schon gar keine.
Man kann nur hoffen und beten, dass diesmal ein Staatsanwalt zu mindestens Mal seine Aufgabe wahrnimmt. Schließlich haben wir Weihnachten und da sollen ja bekanntlich Wunder geschehen.
Viel Erfolg den VW`lern bei ihrem jahrelangen Kampf um die Würde des Menschen und gegen Mobbing.
Und dazu noch passend eine Videoaufzeichnung vom NDR zu VW
http://en.sevenload.com/videos/7WTxwVh/ & https://freemailng5201.web.de/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Ftinyurl%2Ecom%2F35ythu



3. Wo wegschauen zum Alltag wird, dort nur kann so was ....
Plauen (dpa) - Auf dem Balkon einer Wohnung in Plauen ist am Mittwoch eine weitere Babyleiche gefunden worden. Auch dieses tote Kind wird mit der 28 Jahre alten Mutter in Verbindung gebracht, bei der in den vergangenen Tagen bereits die Leichen zweier Babys entdeckt worden waren.*
Darry (dpa) - Grausige Familientragödie mit fünf toten Kindern in einem Dorf in Schleswig-Holstein: Am Mittwochnachmittag fand die Polizei in dem 450-Einwohner-Ort Darry im Kreis Plön die Leichen der drei bis neun Jahre alten Jungen in dem Einfamilienhaus der Familie.
Entnommen aus: http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/panorama/gewalt/5057994-Fuenf-Kinder-in-Schleswig-Holstein-getoetet,cc=0000055079000505799413H1SD.html
4. ”Demokratismus, Terrorismus und Weltherrschaft”
Interessant ist, wie 1910 Francis Delaisi* den schönen Satz geschrieben hat: „Dass es dem Großkapitalismus gelungen ist, aus der Demokratie das wunderbarste, biegsamste Werkzeug zur Ausbeutung der Gesamtheit zu machen. Man bildet sich gewöhnlich ein, die Finanzleute seien Gegner der Demokratie – schreibt der betreffende Mann -, ein Grundirrtum. Vielmehr sind sie deren Leiter und bewusste Förderer. Denn diese –die Demokratie nämlich- bildet die Spanische Wand, hinter welcher sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen die etwaige Empörung des Volkes.“ Da hat einmal einer, der aufgewacht ist, gesehen, wie es nicht darauf ankommt, von Demokratie zu deklamieren, sondern wie es darauf ankommt, die Wirklichkeit zu durchschauen… von wie wenigen Zentren aus die Ereignisse heute eigentlich gelenkt und geleitet werden… Die Menschen können ja auch nicht auf diese Dinge hören, denn es wird begraben von dem – nun, eben von dem von der Presse beherrschten Leben… Rudolf Steiner GA 117, 28.10.1917.
*Francis Delaisi, „La Democratie et les Finaciers“, 1910 (Die Demokratie und die Finanzwelt)
Beitrag von F. Neubauer
5. Und wenn der Mob privat wird, dann geht es erst zur Sache!
Moscheegegner drohen Grüner mit Mord
Eine Stadtverordnete wird in Frankfurt mit Hetzbriefen überschüttet. Als
Rechte die Diskussion zu einer geplanten Moschee als
"Negerveranstaltung" bezeichneten, schoss sie zurück: Wem der
Migrantenanteil nicht passe, "kann ja anderswo wohnen"

AUS FRANKFURT AM MAIN KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT

Im Alter von 20 Jahren floh die in der Opposition aktive iranische
Studentin Nagress Eskandari vor dem Terrorregime der Mullahs nach
Deutschland.

Seit 1985 lebt die Atheistin und passionierte Kämpferin für eine
multikulturelle Gesellschaft in Frankfurt am Main. Sie ist promovierte
Psychologin, seit 2001 Stadtverordnete der Grünen und verheiratet mit
dem Psychoanalytiker Kurt Grünberg. Sie heißt jetzt Nagress
Eskandari-Grünberg. Und sie sagt von sich selbst, dass sie ein
"Musterbeispiel für eine gelungene Integration in die Frankfurter
Stadtgesellschaft" sei.

Seit vier Wochen sind Eskandari-Grünberg und ihr Ehemann allerdings
Ziele einer Hetzkampagne von Ausländerhassern, Islamophoben und
Antisemiten, die es so in der angeblich weltoffenen Stadt noch nie gab.
Nagress Eskandari-Grünberg bekommt Briefe, in denen ein Foto von ihr
liegt. Darunter steht: "An die Wand stellen! Und dann ..." Ihr
E-Mail-Postfach ist jeden Tag voll mit bösartigen Beleidigungen wie
"Moslemnutte" oder schlicht "Blöde Fotze". In rechtsextremistischen
Internetforen werden anonym Todesdrohungen verbreitet: "Du wirst in
Deinem Garten gesteinigt werden." Ein anderer anonymer Hetzer schreibt:
"Ihr kraushaariger Ehemann ist der Jude Grünberg." Und fügt hinzu,
Psychoanalytiker sei doch ein "typischer Judenberuf".

Der Aufhänger für die Hetze ist ein einziger Satz Eskandari-Grünbergs,
der ihr vor einem Monat in einer Sitzung des Integrationsausschusses des
Stadtparlaments herausrutschte. Es ging um den geplanten Moscheebau im
Frankfurter Stadtteil Hausen. In der sehr unsachlich geführten
Diskussion beklagten Gegner des Moscheebaus die "Überfremdung" in der
Stadt und wiesen wiederholt auf den ihrer Meinung nach "viel zu hohen
Ausländeranteil auch in den Kindergärten" hin. Als dann noch das böse
Wort von einer "Negerveranstaltung" fiel - der anwesende Dezernent für
multikulturelle Angelegenheiten ist ein Schwarzer -, platzte
Eskandari-Grünberg der Kragen: Rund 40 Prozent der Einwohner Frankfurts
seien nun einmal Migranten, rief sie laut in den Saal. Das sei eine
Tatsache. Und wem das nicht passe, "der kann ja anderswo wohnen".

Unmittelbar danach startete die Hetzkampagne. Kurt Grünberg regt
besonders auf, dass seine Frau aufgefordert wurde, doch zurück in "ihr
Mullahland" zu gehen. Schließlich sei sie doch gerade vor den
schiitischen Mullahs geflohen. Tatsächlich setzt sich Nagress
Eskandari-Grünberg auch kritisch mit dem schiitischen Moscheenverein
auseinander, der die umstrittene Moschee mit Rückendeckung aller
demokratischen Parteien im Stadtparlament unter Verweis auf die
grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit bauen will. Sie regte eine
Diskussionsveranstaltung "Frauen und Islam" an. Und der Moscheenverein
musste auch zu Gerüchten über Verbindungen zu radikalislamischen
Gruppierungen Stellung nehmen. Der Moscheenverein sei "erstaunlich
offen", konstatierte sie danach zufrieden. Aber sie werde seine
Aktivitäten weiter akribisch beobachten, kündigte Eskandari-Grünberg an.

Als Opfer sieht sie sich nicht: "Ich bin stark genug, das alles
auszuhalten, auch wenn meine Familie darunter sehr leidet." Und sie sei
nach wie vor "Frankfurterin aus Leidenschaft". Verletzt aber ist sie
schon. "Dass man auch nach mehr als 20 Jahren offenbar noch immer nicht
überall akzeptierter Teil dieser Stadtgesellschaft ist, war eine bittere
Erkenntnis", sagt sie. Und das sei ein Politikum. Eskandari-Grünberg
habe einer "aufgewiegelten Gruppe deutscher Bürger" doch nur den Spiegel
vorgehalten, kommentierte der Grünen-Stadtverordnete Uwe Paulsen ihre
Aussage. Schließlich seien es doch die Migranten in Deutschland, die
seit Jahrzehnten zur Auswanderung aufgefordert würden. Viele Frankfurter
sehen das genauso: Knapp 1.000 Bürger haben der Familie bereits Mails
mit Solidaritätsbekundungen geschrieben.
Entnommen aus der
TAZ: http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2007%2F12%2F05%2Fa0056&src=GI&cHash=92513e2eaf

6. Mach mit, was haben wir noch zu verlieren?
Der DGB hat eine Petition eingereicht, die man mit unterzeichen kann, es geht das „Grundrecht auf Ausbildung“. Aus der „Petition an den Deutschen Bundestag“ vom DGB: „Die berufliche Ausbildung bestimmt über die gesellschaftliche Teilhabe eines Jeden. Sie entscheidet maßgeblich darüber, ob wir ein Leben in Eigenregie führen. Sie ist ausschlagge bend für unsere Familienplanung. Sie schafft erst die Möglichkeit einen Beruf auszuüben und damit in finanzieller Unabhängigkeit zu leben.“
Der Link zur Petition: http://www.ausbildung-fuer-alle.de/petition/ausbildung_ins_grundgesetz/twfcs_checkingmailissent

7. Die Idee der Tauschringe.
Die Idee der Tauschringe kommt wieder in den Vordergrund, Ursache dürfte die verheerende Ausgrenzung mit Hartz IV sein. Bitte einfach den Link Patentrezept beachten.
Hinweis auf interessante Links:
http://www.patentrezept.de/


hg